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Technology Review über Schnelltest für Hormone

Wegwerfstreifen ersetzt Hormon-Labortest

Titelbild der Technology-Review 02/2010

Hannover, 28. Januar 2010 – Bei Unfruchtbarkeit, in den Wechseljahren oder bei der Schilddrüsenunterfunktion könnten künftig neuartige Hormontests aufwendige Laboruntersuchungen ersparen. Sie liefern zudem bessere Daten über Beschwerden, die durch Hormonschwankungen entstehen, schreibt das Magazin Technology Review in seiner Februarausgabe.

Der von dem kalifornischen Unternehmens Aneeve entwickelte Schnelltest funktioniert ähnlich wie die Blutzucker- Messstreifen. Auf diese Weise könnten von einem Heim- Messgerät ausgewertete Wegwerfstreifen mit Nanoschaltkreisen bald die Diagnose und Therapie hormoneller Störungen erleichtern. Die Nanoschaltkreise werden kostengünstig mit Tintenstrahldruckern und einer Tinte aus Kohlenstoff- Nanoröhrchen hergestellt. Ein Blutstropfen auf dem Streifen bindet das gesuchte Hormon an die Nanosensoren, deren elektrische und optische Eigenschaften sich dadurch verändern. Über Funk gelangen die Messergebnisse zum Auswertungsgerät.

Erste Praxistests haben gezeigt, dass die Sensoren das Hormon Estradiol im Nanogramm-pro-Milliliter-Bereich (10 hoch minus 9/ml) nachweisen können. Damit für den Test ein Blutstropfen ausreicht, will Aneeve die Empfindlichkeit der Sensoren auf ein Picogramm pro Milliliter erhöhen (10 hoch minus 12)/ml) und innerhalb von anderthalb Jahren einen Prototyp vorstellen.

Bisher werden die Hormonspiegel mit Blutproben überwacht, die aufwendig im Labor entnommen und ausgewertet werden müssen.

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