Zukunft des Wohnens im vernetzten Haus
Hausregeltechnik nimmt unangenehme Aufgaben ab
Hannover, 13. Juli 2000 - Im High-Tech-Haus von morgen
plagt sich der Bewohner nicht mit lästigen Routineaufgaben,
sondern überlässt diese der modernen Hausregeltechnik
und der Kommunikationstechnologie. Was heute technisch
alles machbar ist, beleuchtet das Computermagazin c't
in seiner aktuellen Ausgabe 15/00.
Kaffeemaschine und Toaster lassen sich in Zukunft vom Bett
aus einschalten, die Heizung oder die Gartenbewässerung kann
man je nach Wetterlage vom Büro aus per Handy regulieren,
und die Jalousien werden mit Anbruch der Dunkelheit
automatisch heruntergelassen. Inhouse-Technologien, die mit
einer Menge von beliebigen, vernetzten Geräten umgehen können,
machen es möglich.
Doch intelligentes Wohnen bedeutet nicht nur ein Höchstmaß
an Komfort und Sicherheit, sondern erinnert zuweilen an
Überwachung à la "Big Brother". Denn im Zukunftsheim ohne
Privatsphäre trifft man überall auf Flachbildschirme und
Touchscreens, die nicht nur Fernsehen oder Internet übertragen,
sondern auch die Beobachtung aller Räume erlauben.
Ohne standardisierte Übertragungswege und Protokolle geht
dabei gar nichts. Diverse Techniken für die Regelungstechnik
im Haus lassen sich oft nur schwer mit gewohnten
Kommunikationswegen über das Internet zusammenbringen. Im
Idealfall sind jedoch Daten, Audio, Video und Steuerungsbefehle
zwischen beliebigen Geräten im Gebäude austauschbar und
Dienste netzweit nutzbar. So genannte Middleware soll,
aufbauend auf der Netztechnik, Anwendungen ermöglichen,
mit denen die Bewohner das intelligente Haus im Idealfall
nur noch als ein einheitliches System sehen.
Für den Häuslebauer von heute gibt es noch keine vernünftigen
Rundum-Lösungen, die auch in einem ausgewogenem
Preis-Leistungs-Verhältnis stehen. Es empfiehlt sich jedoch,
genug Leerrohre für Kabel in die Wände zu setzen, um für
künftige Verkabelung gerüstet zu sein, denn der nachträgliche
Einbau ist mitunter sehr kostspielig.
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Jürgen Kuri - c't-Redaktion
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