Technology Review über neuen Test bei künstlicher Befruchtung
Mehr Babys dank neuem Test

Hannover, 27. Mai 2010 – Ein neuer Test des US-Unternehmens
Molecular Biometrics kann die Erfolgsquote bei künstlichen
Befruchtungen von 30 auf 42 Prozent steigern. Die
Untersuchungsmethode erleichtert die Auswahl der
gesündesten der künstlich befruchteten Eizellen, schreibt
das Magazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe.
Bei dem neuen Test wird die Nährflüssigkeit, in der jede
befruchtete Eizelle einzeln aufbewahrt wird, per
Nahinfrarot-Spektroskopie auf bestimmte Biomarker untersucht. Aus
diesem chemischen Fingerabdruck berechnen Algorithmen
einen Wert zwischen 0 und 1. Je näher der Wert an der
Obergrenze liegt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit
für ein erfolgreiches Einnisten in der Gebärmutter.
Für Deutschland entwickelt Molecular Biometrics einen
eigenen Auswerte-Algorithmus, weil hier die Auswahl der
Embryos bereits für den ersten Tag nach der Befruchtung
vorgeschrieben ist. In anderen Ländern passiert das im
Zeitraum vom zweiten bis zum fünften Tag.
Eine Steigerung von 30 auf 42 Prozent sei nicht so wenig
wie es klinge, sagt Geschäftsführer Jim Posillico dem Magazin
Technology Review: „Reproduktionsmediziner waren bisher froh,
wenn sie einstellige Steigerungen schafften.“ Bei einer
künstlichen Befruchtung werden im Labor mehrere Eizellen
mit Spermien befruchtet. Bislang beurteilten Mediziner nur
durch eine mikroskopische Untersuchung, welche der
befruchteten Eizellen sich am besten für das Einsetzen in
die Gebärmutter eignen.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 06/2010
steht zum Download bereit.
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