Technology Review über Salmonellen-Schnelltest für Betriebe
Neuer Schnelltest entdeckt Salmonellen im Essen

Hannover, 27. Mai 2010 – Ob in Lebensmittelbetrieben
oder in Gemeinschaftsküchen von Krankenhaus und Kindergarten:
Gerade im Sommer steigt die Gefahr, an mit Salmonellen
verseuchten Lebensmitteln zu erkranken. Forscher der
Hochschule Niederrhein in Krefeld haben jetzt ein mobiles
Salmonellentestgerät entwickelt, das innerhalb von nur
drei Stunden Ergebnisse liefern soll, schreibt das Magazin
Technology Review in seiner Juniausgabe.
Der Prototyp des Testgeräts vereint mehrere Schritte in
einem Gerät: Zuerst werden die Lebensmittelproben mit
magnetischen Partikeln versetzt, an denen auf Salmonellen
ansprechende Antikörper befestigt sind. Sie binden die
Bakterienzellen und werden dank ihrer magnetischen Transporter
von einem angelegten Magnetfeld an den Rand des Testgefäßes
gezogen. Danach werden die Zellen chemisch untersucht und
die in ihnen enthaltene DNA mit einem Spezialfarbstoff
markiert. Wird die DNA-Probe nun mit Anregungslicht
beleuchtet, beginnt der Farbstoff zu fluoreszieren. Nach
Abschalten des Lichts leuchtet er viel länger als andere
in Lebensmitteln vorkommende Leuchtstoffe und weist so
einen Salmonellenbefall nach. Dem Verfahren wurde nach
Angabe der Forscher Gerichtsfestigkeit attestiert.
Das ebenfalls in Krefeld ansässige Unternehmen Inbio wird
das Gerät bis zur Marktreife entwickeln. Als Einsatzort
gelten in erster Linie Lebensmittel verarbeitende Betriebe.
Bisherige Schnelltests sind im Schadensfall nicht vor Gericht
verwendbar. Beweiskräftige Lebensmitteltests wiederum dürfen
bislang nur im Labor durchgeführt werden und dauern bis zu
drei Tage.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 06/2010
steht zum Download bereit.
Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen
Anja Plesse
Heise Medien Gruppe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 [0] 511 5352-481
Telefax: +49 [0] 511 5352-563
anja.plesse@heise-medien.de