Organversagen früh erkennen
TÜV für die Leber

Hannover, 28. April 2010 - Mit einem neuartigen
Messverfahren kann man anhand der Atemluft
Leberversagen frühzeitig erkennen, schreibt das
Magazin Technology Review in seiner aktuellen
Mai-Ausgabe.
Den LiMAx-Test haben Martin Stockmann vom Berliner
Klinikum Charité und Karsten Heyne von der FU Berlin
ein Verfahren entwickelt, das die Leberfunktion
schnell und präzise anhand der Atemluft erfassen kann.
Bei diesem Test wird den Patienten eine Substanz
gespritzt, die das Kohlenstoff-Isotop 13C enthält
und von der Leber zu Paracetamol und CO2 abgebaut
wird. Die im Verlauf einer Stunde ermittelten Menge
des Isotop-haltigen CO2 in der Atemluft zeigt an,
wie leistungsfähig das Organ ist und ob bei
chirurgischen Eingriffen gegebenenfalls die Gefahr
eines Leberversagens besteht. Außerdem lässt sich
durch die ermittelten Werte besser abschätzen, wie
viel Gewebe bei Lebertumor-Operationen maximal
entfernt werden darf.
Im nächsten Schritt wollen die LiMAX-Entwickler,
die für den Vertrieb eigens die Firma Humedics
gegründet haben, untersuchen, wie die Leber auf
Medikamente anspricht.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 05/2010
steht zum Download bereit.
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