Technology Review über neuartige Laser-Instrumente
Laser verschließt Wunden

Hannover, 17. Dezember 2008 - Wärme statt Nadel: Chirurgen
können mit Laser-Instrumenten nicht nur schneiden, sondern
auch Wunden verschließen. Eine Pilotstudie zeigt, dass auf
diese Weise zusammengelötete Wundränder besser heilen als
konventionell genähte, schreibt das Technologiemagazin
Technology Review in der aktuellen Ausgabe 1/09.
Seit mehr als zehn Jahren arbeiten Forscher an der Idee,
Laserstrahlen auch zur Wundheilung einzusetzen. Das Prinzip
dahinter: Wird ein auf die Wundränder aufgetragenes Protein
mit dem Laser erhitzt, gerinnt es und bildet einen
luftdichten Verschluss. Bislang hielten solche Wunden
nicht dicht, weil die Temperatur von CO2-Lasern, die in
medizinischen Geräten oft eingesetzt werden, zu stark
schwankt.
Abraham Katzir von der Tel Aviv University hat deshalb
einen Laser mit Temperaturkontrolle entwickelt. Dieser
misst die vom Löt-Protein zurückgesandte Infrarot-Strahlung
und korrigiert die Intensität des Lasers, wenn die Temperatur
außerhalb des Optimums von 60 bis 65 Grad Celsius liegt.
In einer Pilotstudie mit Menschen hielten gelötete Wunden
30 Tage lang genauso stark wie genähte, heilten besser
und entzündeten sich seltener.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 1/2009
steht zum Download bereit.
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