Technology Review über Klangdesign
Perfekter Sound für das Produkt

Hannover, 13. November 2008 - Die Knuspergeräusche der
Chips, das Geräusch des Rasierapparates oder der Klang
beim Schließen der Autotür - wie ein Produkt klingt,
wird nicht dem Zufall überlassen, sondern ist Arbeit
der Akustikdesigner. Dr. Elif Özcan, Juniorprofessorin
an der Technischen Universität Delft, erklärt im
Interview mit dem Technologiemagazin Technology Review
ihren systematischen Ansatz zur Produktsound-Entwicklung.
In ihrer Doktorarbeit schuf die 32-Jährige einen
systematischen Ansatz für die Produktsound-Kreation.
Danach soll die Entwicklung des Klangs zeitgleich zur
Entwicklung des eigentlichen Produkts stattfinden.
Akustik-Konstrukteure suchen zunächst nach Objekten,
die das gewünschte Geräusch machen und erfassen die
akustische Komponente. Dann kommen Piktogramme zum
Einsatz, die als visuelle Unterstützung dienen. Wissen
die Konstrukteure, nach welcher Art von Klang sie suchen,
können sie diesen am Computer modellieren. "In unserem
Software-Prototyp gibt es verschiedene Komponenten zur
akustischen Produktion, die in einer Bibliothek abgelegt
sind. Lüfter, Getriebeeinheiten, Motoren, Türen und Klappen,
Dreh- und Druckknöpfe sind wohl die häufigsten Komponenten
in Geräten. Wir nehmen uns also ein Lüftergeräusch aus der
Klangbibliothek, dazu ein Motorengeräusch, setzen alles
zusammen und hören uns an, wie das Gerät mit diesen
Komponenten klingen würde."
Als Nächstes möchte Elif Özcan die Klangdesign-Software
mit einem CAD-Programm kombinieren. Damit könnte man ein
Produkt visuell und akustisch darstellen. "So würde man bei
der Präsentation einer Kaffeemaschine die Maschine ansehen
und gleichzeitig hören, wie der Kaffee gebrüht wird."
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 12/2008
steht zum Download bereit.
Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen
Sylke Wilde
Heise Medien Gruppe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 [0] 511 5352-290
Telefax: +49 [0] 511 5352-563
sylke.wilde@heise-medien.de