Technology Review über Ein-Liter-Waschmaschinen
Plastikchips statt 50 Liter Wasser

Hannover, 16. Oktober 2008 – Eine Waschmaschine, die
pro Waschgang nur einen Liter Wasser und lediglich zwei
Prozent der Energie einer herkömmlichen Waschmaschine
benötigt, hat Textilchemiker Stephen Burkinshaw von der
Universität Leeds entwickelt. Das Gerät verwendet dabei
Plastikchips für die Säuberung der Kleidung, schreibt
das Technologiemagazin Technology Review in seiner
aktuellen Ausgabe 11/2008.
20 Kilogramm dieser speziellen Plastikchips befinden
sich in einer Box im Rücken der Maschine. Nachdem das
mit Waschmittel versetzte Wasser den Schmutz aus der
Wäsche herausgelöst hat, nehmen die Chips das Schmutzwasser
auf, ohne dass weiteres Durchwaschen oder Schleudern
notwenig wäre. Ist der Waschgang am Ende, werden die Chips
am Boden der Maschine gesammelt. Eine Chip-Füllung
reicht für 100 Waschladungen. Wie die Chips funktionieren,
darüber hüllt sich Stephen Burkinshaw mit Hinweis auf
Konkurrenz in Schweigen.
„Wir haben gezeigt, dass unser Verfahren alle Arten
alltäglicher Flecken einschließlich Kaffee und Lippenstift
entfernen kann“, sagt Stephen Burkinshaw. Ausführliche
Industrietests hätten diese Ergebnisse bestätigt. Für die
Markteinführung hat Stephen Burkinshaw eigens die Firma
Xeros gegründet und von Wagniskapitalgeber IP Group
500.000 Pfund erhalten. In einem Jahr sollen Waschmaschinen
mit dieser Technologie dann auf dem britischen Markt
verfügbar sein.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 11/2008
steht zum Download bereit.
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