Technology Review über Streit um Kältemitteln
Klimaanlagen spalten europäische Autohersteller

Hannover, 24. Januar 2008 – Das bislang in Kfz-Klimaanlagen
verwendete Kältemittel Tetrafluorethan darf ab 2011 in
Neuwagen nicht mehr eingesetzt werden. Die Frage nach
dem Nachfolger spaltet die europäische Autobranche,
schreibt das Technologiemagazin Technology Review in
seiner aktuellen Ausgabe 2/2008.
Im Jahr 2007 hatten sich die deutschen Fahrzeughersteller
darauf verständigt, ab 2011 Kohlendioxid als Kältemittel
einzusetzen. Doch die Europäische Hersteller-Vereinigung
ACEA lehnte es ab, seine Mitglieder auf die gleiche Linie
festzulegen. Somit wird es bis auf weiteres regionale
Insellösungen geben – und in der Folge steigende Kosten
bei den Zulieferern. Auf Anfrage von Technology Review
bestätigte der deutsche Klimaanlagenhersteller Behr,
sich „für eine Übergangszeit“ auf zwei unterschiedliche
Kältemittel einzustellen.
Kohlendioxid als Kältemittel ist sehr effizient und
umweltfreundlich, benötigt aber höheren Druck. Das
erfordert einen weitgehenden Umbau der Klimaanlage.
Synthetische Kältemittel hingegen sollen auch mit
herkömmlichen Anlagen funktionieren. Umstritten ist zudem,
wie wirksam Kohlendioxid bei sehr hohen Temperaturen ist.
Ford etwa bezweifelt deshalb, ob sich diese Technologie
weltweit einsetzen ließe.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 2/2008
steht zum Download bereit.
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