Technology Review über biologisch abbaubare Kunststoffe
US-Firma produziert Plastik aus Kohlendioxid

Hannover, 18. Dezember 2007 - US-Forscher haben ein
Verfahren entwickelt, mit dem sich aus Kohlendioxid
biologisch abbaubare Kunststoffe herstellen lassen.
Das Material soll preislich mit Kunststoffen auf
Erdölbasis konkurrieren können, berichtet das
Technologiemagazin Technology Review in seiner
aktuellen Ausgabe 1/2008.
Bereits 1969 hatten Forscher einen Weg gefunden,
aus CO2 Kunststoffe herzustellen. Doch der Prozess
funktionierte nur mit teuren Katalysatoren unter
hohem Druck und bei hoher Temperatur. Ein neuartiger
Katalysator auf Zinkbasis soll diese Probleme lösen
und die Umwandlung obendrein beschleunigen. Auf diese
Weise erzeugte Polymere können je nach Bedarf hart,
weich, transparent oder undurchsichtig sein und eignen
sich für Alltagsprodukte wie Geschirr oder Verpackungen,
aber auch für medizinische Geräte oder Implantate.
Entwickelt wurde das neue Verfahren von Geoffrey Coates,
Chemiker an der Cornell University, die für die
Vermarktung der Technologie das Spin-Off Novomer
gegründet hat. Vor kurzem erhielt Novomer 6,6 Millionen
Dollar neues Risikokapital. Derzeit betreibt das
Unternehmen erst eine Pilotanlage und macht keine
Angaben darüber, wann die kommerzielle Produktion
startet. Auch zu den genauen Kosten will sich Firmenpräsident
Charles Hamilton noch nicht äußern. Er betont aber,
dass seine CO2-Kunststoffe nicht wesentlich teurer sein
werden als herkömmliche.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 1/2008
steht zum Download bereit.
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