Technology Review über Sparen mit Stromantrieb
Norwegisches Elektroauto geht in Serie

Hannover, den 22. November 2007 - Vor dem Hintergrund
rapide steigender Sprit-Preise wächst das Interesse an
Elektroautos. Das kleine norwegische Unternehmen Think
Global will noch im November die Serienproduktion eines
solchen Fahrzeugs starten, berichtet das Technologiemagazin
Technology Review in seiner Ausgabe 12/07.
Für seinen Think City genannten Kleinwagen gibt Think
eine Reichweite von 180 Kilometern an, die Stromkosten
sollen bei zwei bis drei Euro auf 100 Kilometer liegen.
In der ersten Version fährt das Elektroauto mit einem
Natrium-Nickelchlorid-Akku, der als leistungsstark, sicher
und langlebig gilt. Allerdings braucht er eine
Betriebstemperatur von 300 Grad, so dass er sich
hauptsächlich für den Dauereinsatz etwa in Fuhrparks
eignet. Für universeller verwendbare Fahrzeuge hat
Think bereits Verträge mit drei weiteren Batterieherstellern
abgeschlossen.
Der Verkauf der Autos an - zunächst nur norwegische -
Privatpersonen soll Mitte 2008 starten. Dabei kommen zu
den 25.000 Euro Verkaufspreis noch 150 Euro Akkumiete
pro Monat hinzu - Think tauscht die Stromspeicher aus
oder senkt den Mietpreis, wenn ihre Leistung nachlässt.
Im ersten vollen Produktionsjahr sollen 500 Think Citys
entstehen, 2009 dann 10.000.
Think Global ist die Nachfolgerfirma des in den 1990er
Jahren von Ford übernommenen Elektroauto-Herstellers Pivco:
Wegen strenger kalifornischer Gesetze mussten die
US-Autokonzerne Elektroautos anbieten, als das Gesetz
fiel, verloren sie das Interesse daran. Das in Think
umbenannte Unternehmen ging in der Folge zunächst pleite,
wurde dann aber vom norwegischen Unternehmer Jan-Olaf
Willums mit neuem Kapital versorgt. "Heute ärgern sich
bestimmt viele bei Ford darüber, dass sie Think damals
verkauft haben", sagt Willums.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 12/2007
steht zum Download bereit.
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