Technology Review über energiefressende Solarzellen-Produktion
Photovoltaik-Boom sorgt für mehr CO2-Emissionen

Hannover, 29. März 2007 - Bevor Solarzellen aus Sonnenlicht
umweltfreundlichen Strom gewinnen können, verursachen sie
hohe Emissionen. Allein das starke Wachstum der Photovoltaik
in Deutschland hat im vergangenen Jahr per saldo für 400.000
Tonnen mehr Kohlendioxid-Austoß gesorgt, schreibt das
Technologiemagazin Technology Review in seiner aktuellen
Ausgabe 4/2007.
Vor allem die Herstellung von Silizium ist ein höchst
energieintensiver Prozess: Laut dem Institut für Elektrische
Energietechnik der Technischen Universität Berlin dauert es
zwischen 25 und 57 Monaten, bis Solarzellen so viel Energie
erzeugt haben wie für ihre Produktion verbraucht wurde.
Daraus lässt sich berechnen, dass die Produktion der 750
Megawatt an Photovoltaik-Leistung, die 2006 in Deutschlan
neu installiert wurden, 1,5 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen
verursacht hat. Im selben Jahr wurden in der Bundesrepublik
insgesamt etwa zwei Milliarden Kilowattstunden an Solarstrom
produziert, was einer CO2-Einsparung von 1,1 Millionen Tonnen
entspricht.
Grundlage für diese Berechnung sind der Mittelwert der von der
TU Berlin ermittelten energetischen Amortisationszeit und
CO2-Emissionen bzw. -Einsparungen nach dem derzeitigen weltweiten
Energiemix. Auf lange Sicht bessert sich die CO2-Bilanz von
Photovoltaik allerdings beträchtlich: Bei einer Lebensdauer
von 30 Jahren holen Solarzellen zwischen 6- und 14-mal so
viel Energie herein, wie ihre Produktion verbraucht hat. Bei
einer sorgfältigen Installation ist die angenommene Langlebigkeit
selbst bei Solarmodulen der ersten Generation realistisch, wie
Tests an der TU Berlin gezeigt haben.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology Review 4/2007
steht zum Download bereit.
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