Technology Review über die Forschungsbudgets 2003
13 Deutsche Konzerne im internationalen F&E-Ranking

Hannover, 21. Dezember 2004 - DaimlerChrysler, Siemens
und Volkswagen gehören 2003 zu den 15 forschungsstärksten
Unternehmen weltweit. Während DaimlerChrysler und Siemens
ihre Investitionen in Entwicklungsprojekte im Vergleich
zum Vorjahr zurückgefahren haben, steigerte Autobauer
Volkswagen seine F&E-Ausgaben: Beachtliche 22 Prozent
mehr als im Vorjahr investierte der Wolfsburger Konzern
in die Forschungsschwerpunkte Brennstoffzellen, Hybridautos
und Dieselmotoren, berichtet das Technologiemagazin
Technology Review in Ausgabe 1/05.
Obwohl insgesamt die Investitionen von Unternehmen in
Forschung und Entwicklung sinken, zeigt der Innovationsindex
von Technology Review ansehnliche und steigende
Forschungsetats in den Bereichen Pharma, Biotechnologie
und Computer.
Angeführt wird das Ranking von einem Automobilkonzern:
Ford Motor weist für 2003 ein F&E-Investitionsvolumen von
7500 Millionen US-Dollar aus. Allerdings gab der Spitzenreiter
im Vergleich zum Vorjahr 200 Millionen US-Dollar weniger aus.
An zweiter Stelle steht der US-Pharmakonzern Pfizer (7131
Millionen US-Dollar), danach folgt DaimlerChrysler mit einem
Forschungsetat von 6689 Millionen US-Dollar. Auf Platz fünf
liegt Siemens und Volkswagen nimmt Rang 15 ein.
Insgesamt gehören 13 Deutsche Unternehmen zu den 150
Forschungsstärksten. Die Schwerpunkte liegen in den Segmenten
Automobil und Pharma. Im Bereich Biotechnologie ist zur Zeit
kein Deutsches Unternehmen vertreten.
Berücksichtigt man Faktoren wie das Wachstum der F&E-Budgets,
wird die Branchen-Liste von Biotechnologie, Software und
Pharma/Medizintechnik angeführt. Bei der Betrachtung der
absoluten Budgethöhe allein aber stehen Mischkonzerne,
Transport und Computer-Hardware an der Spitze.
Trotz der allgemeinen Zurückhaltung in der Wirtschaft haben
einige Branchen im Jahr 2003 einen sprunghaften Anstieg der
F&E-Ausgaben verzeichnet. Die drei Biotech-Firmen in der Liste
der 150 forschungsstärksten Unternehmen etwa haben ihre Budgets
um durchschnittlich 28 Prozent erhöht und damit jede andere
Branche weit hinter sich gelassen. In drei weiteren Branchen
stieg das F&E-Budget im Schnitt um zehn Prozent: Software,
Pharma/Medizintechnik und Maschinenbau. Andere Branchen setzten
den Schrumpfungsprozess fort: Die F&E-Ausgaben der
Telecom-Unternehmen auf dieser Liste sanken nach den Kürzungen
der Vorjahre um weitere 10 Prozent. (sam)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology Review-Ausgabe 1/2005
steht zum Download bereit.
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