Technology Review: GE plant Einstieg in Photovoltaik
"In zehn Jahren Marktführer" bei Solarzellen

Hannover, 17. Februar 2004 - Der US-amerikanische Konzern
General Electric (GE) plant den Einstieg in das Geschäft mit
Solarzellen. In zehn Jahren will GE Weltmarktführer in der
Photovoltaik sein, schreibt das Technologiemagazin Technology
Review in der aktuellen Ausgabe 03/04, die am 19. Februar
erscheint.
Derzeit steht GE kurz vor dem Einstieg ins Geschäft mit
Solarzellen: "Wir werden noch dieses Jahr Anlagen für Wohnhäuser
komplett selbst fertigen und verkaufen", kündigt Vlatko Vlatkovic, Forschungsleiter für Elektronik und Photonik im GE-Forschungszentrum
in Schenectady, im Norden des US-Bundesstaates New York, an.
In zehn Jahren will GE zum Photovoltaik-Marktführer avancieren:
"Wir werden die Welt regieren", erklärt Vlatko Vlatkovic,
Forschungsleiter für Elektronik und Photonik im GE-Forschungszentrum
in Schenectady im Norden des US-Bundesstaates New York. Wie
General Electric dabei konkret vorgehen wird, ist noch vertraulich.
Als wahrscheinlich gilt, dass der Konzern demnächst ein oder
mehrere Solarenergie-Unternehmen erwerben wird. Der US-amerikanische
Konzern expandiert gewöhnlich durch Akquisition. Unter dem jetzigen
Chef Immelt gab es rund 130 Übernahmen, unter seinem Vorgänger
waren es in dessen letzten vier Jahren als Chairman mehr als
hundert Firmen jährlich.
Die ersten Solarzellen mit GE-Markenzeichen werden nach
herkömmlicher Bauart aus Silizium bestehen. Doch langfristig
plant man in Schenectady mit Zellen aus Polymeren, die zwar
weniger effizient sind, aber viel einfacher herzustellen. Sie
lassen sich auf Folie drucken wie Buchstaben auf Papier.
GE-Konkurrent Siemens dagegen ist aus dem Solargeschäft ausgestiegen,
bevor es richtig begonnen hat. Vor zwei Jahren ging der Unternehmensteil
Siemens Solar an Shell.
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