Technology Review: Diagnose per molekularer Bildgebung
Krankheiten präziser und schneller erkennen

Hannover, 23. September 2003 - Eine beginnende Krebserkrankung
könnte in Zukunft durch außergewöhnlich empfindliche und
regelmäßige Untersuchungen frühzeitig erkannt werden,
schreibt das Technologiemagazin Technology Review in seiner
aktuellen Ausgabe 10/03.
Neue bildgebende Verfahren verändern den gängigen Blick in
den Körper grundlegend. Denn die herkömmlichen Methoden wie
Röntgenstrahlen oder Kernspintomographie zeigen lediglich
anatomische Strukturen wie Geschwülste in der Brust oder
Schatten auf der Lunge. Molekulare Bildgebung hingegen bietet
die Sicht auf Zellaktivitäten, die Entzündungen oder Tumorwachstum
charakterisieren. Die neuen Verfahren sind dabei nicht nur
schneller und präziser, sondern auch weniger belastend für
den Patienten.
Wissenschaftler verknüpfen dazu Signalstoffe chemisch mit
Erkennungsmolekülen, die sich hochspezifisch an die
gesuchten Zellstrukturen heften. Werden diese in den Körper
injiziert, so schwärmen sie zu ihren Zielmolekülen aus, deren
Auftreten mit bestimmten Krankheiten in Verbindung steht. Die
Signalmoleküle leuchten oder strahlen dann radioaktiv, sodass
der Arzt das Problem mit seinen Messinstrumenten leicht
einkreisen kann.
Diese Methode ermöglicht sogar eine präzise Differenzialdiagnostik,
denn Leiden mit ähnlichem Krankheitsbild unterscheiden sich auf
molekularer Ebene oft erheblich. In Zukunft könnte molekulare
Bildgebung auf jeder Ebene der Gesundheitsfürsorge anzutreffen
sein und zudem über den Krankheitsverlauf informieren, den
Behandlungserfolg kontrollieren oder sogar therapeutisch
wirksam werden. Mittlerweile haben einige Unternehmen das
Potenzial erkannt und wollen sich bei der Forschung stärker
auf bildgebende Verfahren konzentrieren.
Technology Review
Das neue Technologiemagazin Technology Review gibt Antworten
auf die Fragen: "Was können wir mit Technologie anfangen?" und
"Wo liegen die Chancen für die Zukunft?" Technology Review
bildet damit die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Die deutsche Ausgabe von Technology Review greift auf die
Kompetenz der US-Ausgabe zurück, mit einem großen Anteil
eigener Inhalte. In den USA erschien Technology Review -
MIT's Magazine of Innovation erstmals 1899 als Zeitschrift für
Absolventen des renommierten Massachusetts Institut of Technology (MIT).
Seit dem Relaunch 1998 hat sich die verkaufte Auflage in den USA
mehr als verdreifacht, auf jetzt 315.000 Exemplare.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology Review-Ausgabe 10/2003
steht zum Download bereit.
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