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"Wasserstoff Marsch"-Offensive

Brennstoffzellen-Fahrzeuge: Autos der Zukunft

Titelbild der Technology Review-Ausgabe 10/2003

Hannover, 22. September 2003 - Mit der Umstellung auf wasserstoffbasierte Fahrzeuge könnte sich die PS-Branche ein für allemal abkoppeln von Ölpreis, Umweltdiskussion und Klimaproblematik. Bevor jedoch 2010 die umweltfreundlichen Fahrzeuge in Serie gehen können, muss noch an Lebensdauer, Kosten und Reichweite gefeilt werden, so Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 10/03 vom 25. August 2003.

Immer mehr Automobilhersteller entwickeln Brennstoffzellen- Fahrzeuge. Bis zum Jahr 2010 wollen beispielsweise General Motors, Ford, Toyota und DaimlerChrysler die Autos in großem Stil auf den Markt bringen. Denn der Brennstoffzellen- Antrieb hat mehrere Vorteile: Wasserstoff, der Treibstoff der neuen Autos, ist auf der Erde in großen Mengen verfügbar, seine chemische Energie lässt sich mit hohem Wirkungsgrad in elektrische Energie umwandeln, und bei diesem Prozess entstehen keine umweltschädliche Abgase, sondern lediglich Wasser. Außerdem lässt sich Wasserstoff aus einer verlockenden Vielzahl von Ressourcen gewinnen - von der Restholz-Vergasung über Biomasse und Windkraft bis hin zu fossilen Energieträgern.

Doch noch sind Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu teuer und zu wenig praxistauglich, um ernsthafte Konkurrenten für herkömmliche Autos zu sein. Auch die so genannten Hybridfahrzeuge, die sowohl mit Elektro- als auch mit Ottomotor fahren und wahlweise mit Benzin oder Strom "betankt" werden können, stellen noch keine ausgereiften Alternativen zu den herkömmlichen PKWs mit Verbrennungsmotor dar. Denn ihre zwei Antriebe machen die Fahrzeuge nicht nur schwer, sondern teuer.

Probleme gibt es auch mit dem Energienachschub. Spätestens nach etwa 400 Kilometern geht heutigen Brennstoffzellen-Autos der Sprit aus. Ein flächendeckendes Netz aus Wasserstoff- Tankstellen gibt es hierzulande jedoch noch nicht. Um nur 1000 Zapfsäulen in Deutschland auf Wasserstoff umzurüsten, wären Investitionen von rund 100 Millarden Euro nötig. Deshalb haben sich Mineralkonzerne, Autohersteller und die Bundesregierung zur Initiative "Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie" zusammengeschlossen und suchen gemeinsam nach einem finanzierbaren Treibstoffkonzept für Deutschland. Energieexperten sind überzeugt, dass sich auf Dauer die Brennstoffzelle aufgrund ihrer Effizienzvorteile durchsetzen wird.

Bildmaterial: Das Titelbild der aktuellen Technology Review-Ausgabe 10/2003 steht zum Download bereit.

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Sylke Wilde
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