Internet und Politik:
Telepolis mit neuem Schwerpunktthema
Hannover/München, den 18. Februar 1997 - Aus Anlaß der Internationalen
Konferenz der Burda Akademie zum dritten Jahrtausend präsentiert
"Telepolis, das Magazin der Netzkultur" eine Auswahl kritischer Beiträge,
die sich aus europäischer Perspektive mit dem Thema Internet und Politik
befassen (http://www.heise.de/tp/fpol.htm).
Unter dem Motto "Die Modernisierung der Demokratie durch die elektronischen
Medien" veranstaltet die "Burda Akademie zum dritten Jahrtausend" vom 19.
bis 21. 2. 1997 in München die erste große Konferenz in Deutschland, die
das demokratische Potential der Computernetze diskutieren und Vorschläge
für eine zukunftsfähige Demokratie erarbeiten soll. Elektronische
Demokratie, Interaktive Bürgerbeteiligung, Televoting, vernetzte Politiker
- diese Themen stehen unter anderem auf dem Tagungsprogramm.
Die Telepolis-Redaktion ist vor Ort und berichtet laufend von den einzelnen
Foren und Diskussionsgruppen. Daneben bietet die Telepolis in seinem neuen
Schwerpunkt Interviews, Aufsätze, und Betrachtungen, die sich mit der
Thematik "elektronische Demokratie" kontrovers auseinandersetzen.
Bislang liegen folgende Artikel vor:
- Herbert Kubicek über Demokratie im Netz oder vernetzte
Demokratie. Und zusätzlich ein Gespräch mit ihm über die Netzmythen und die
mit der Globalisierung einhergehenden Probleme der Demokratie
- Rainer Rilling hat die Politik im Netz untersucht und
festgestellt, daß das Netz bislang unpolitisch ist.
- Richard Barbrook und Andy Cameron geißeln die
kalifornische Ideologie und versuchen eine europäische Antwort zu geben.
- Mike Sandbothe führt Grundlagen einer dem Internet angemessenen
Medienethik aus.
- John Horvath klärt über die vermeintliche Unabhängigkeit des
Internet auf, das allmählich zum Massenmedium wird.
- Michael Schetsche nimmt sich des Dauerbrenners Pornographie im
Internet an.
- Florian Rötzer kommentiert die jüngst verabschiedete deutsche
Online Magna Charta.
- Christiane Schulzki-Haddouti analysiert das neue
Multimediagesetz und findet Rechtsunsicherheit als Programm.
- Tilman Baumgärtel erörtert die Konsequenzen der Anklage gegen
Angela Marquardt: Hyperlink ins Gefängnis?
- Florian Rötzer in einer Glosse über Pornographie,
Kindesmißbrauch, Link auf "radikal" und Cyberpatroullien - Rechtfertigungen
für besorgniserregende Entwicklungen.
Hintergrund: Mit dem Netz-Projekt Telepolis hat der hannoversche
Verlag Heinz Heise seine Internet-Aktivitäten weiter ausgebaut. Unter dem
URL http://www.heise.de/tp/ informiert das Online-Medium
in mittlerweile über 400 Artikeln über die gesellschaftlichen, politischen,
wissenschaftlichen, kulturellen und künstlerischen Aspekte des digitalen
Zeitalters.
Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen
Sylke Wilde
Heise Medien Gruppe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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