Computer zwischen Wahn und Sinn
Aktuelles Telepolis-Buch: "Die paranoide Maschine"

Hannover, 18. Mai 2005 - Die Computerentwicklung
befindet sich in einer technologischen Sackgasse,
aus der es allerdings Auswege gibt. Diese These
stellt der bekannte Dokumentarfilmregisseur Peter
Krieg in seinem Buch "Die paranoide Maschine" auf.
Um diese Auswege zu finden, setzt sich der Autor
mit den philosophischen und logischen Fundamenten
der heutigen Computer auseinander. Der aktuelle
Titel aus der Telepolis-Buchreihe "Die paranoide
Maschine" umfasst 220 Seiten und kostet 16 Euro.
Von künstlicher Intelligenz ist der heutige Computer
noch weit entfernt. Die mechanischen Apparate kennen
lediglich eine Logik und können diese nur in einem
statischen System anwenden. Dynamische Prozesse,
Entwicklungen und Übergänge bleiben ihr daher
verschlossen, und auch die Eigenschaft zu lernen
und sich seiner Umwelt anzupassen, besitzt ein
Computer nicht.
"Die Geschichte des Computers ist eine Geschichte
der Illusionen und Irrtümer, der blinden Flecken
und vergeblichen Mühen", meint Peter Krieg und
untersucht die Auswirkung des westlichen Denkens
mit seiner einseitigen Betonung der Logik als
einzig richtige und ausreichende Denktechnik auf
die Konzeption von Computern.
Das Buch versucht zum einen, den Computer als
Technologie der Moderne zu entmystifizieren, zum
anderen aber auch der Frage nachzugehen, ob und
wie er aus seinem elektrischen Koma erweckt und
in eine postmoderne Zukunft überführt werden
könnte. Dabei nimmt der Autor ganz unterschiedliche
Spuren auf, von der Logik bis zum Hypertext, von der
Theologie bis zur Biologie, von Yin und Yang bis
zur Polylogik.
Mit seinem Buch will Peter Krieg alle, die eigentlich
mehr vom Computer erwartet haben, ermutigen, aus
dieser Erwartung eine Forderung zu machen. Es soll
auch jene technikskeptischen Zeitgenossen stärken,
die unverdrossen daran festhalten, dass Logik für
sich allein genommen weder die einzig legitime noch
überhaupt eine ausreichende Denkmethode ist.
Autor: Peter Krieg hat sich als Dokumentarfilmregisseur
("Septemberweizen", "Packeis Syndrom", "Maschinenträume",
"Suspicious Minds" u. a.) vor allem mit sozialen und
technik-philosophischen Themen auseinander gesetzt.
Gleichzeitig ist er aber auch als Erfinder, Berater
(Gründungsdirektor des High Tech Center Babelsberg),
Publizist und Producer (Expo 2000 und Space Center
Bremen) im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Kunst,
Technik und Medien unterwegs.
Bibliografische Angaben:
Peter Krieg, Die paranoide Maschine, Computer zwischen
Wahn und Sinn
(Telepolis) Heise Mai 2005
220 Seiten, Broschur 16,00 Euro (D)/16,50 Euro (A)/28,00 sFr
ISBN 3-936931-18-6
Rezensions-Exemplare können beim dpunkt.verlag GmbH
in Heidelberg angefordert werden: Telefonisch unter
06221/1483-24, per Fax unter 06221/1483-99 oder per Mail
Bildmaterial unter:
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Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Ein Radiobeitrag zu diesem Thema sowie O-Töne von Autor Peter Krieg sind unter
05 11/2 79 15 60 beim c't-Hörfunk-Service abrufbar. Unter www.radioservice.de
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