Vorsicht bei unbekannten PDF-Dokumenten
JavaScript macht PDF-Dateien zum Sicherheitsrisiko

Hannover, 20. Januar 2010 - PDF-Dateien sind durch
die Integration von JavaScript zu einem potenziellen
Sicherheitsrisiko geworden. Anwender sollten Acrobat
entsprechend konfigurieren und bei Dokumenten unbekannter
Herkunft misstrauisch sein, rät das IT-Profimagazin iX
in seiner aktuellen Ausgabe 2/10, die am 21. Januar in
den Handel kommt.
Trifft ein böswillig manipuliertes PDF-Dokument auf
einen Acrobat Reader, in dem die Sicherheitstore weit
offen stehen, besteht akute Gefahr für das System des
Anwenders. "Daher gilt grundsätzlich: Keine unbekannten
PDFs beziehungsweise PDF-Dokumente von unbekannten
Absendern öffnen, wenn nicht vorsorglich Einschränkungen
in den Sicherheitskonfigurationen des Acrobat Readers
vorgenommen wurden", empfiehlt iX-Chefredakteur Jürgen
Seeger.
In der letzten Version hat Adobe Funktionen zur
"Erweiterten Sicherheit" in Acrobat und im Reader
integriert. Unter dem Menüpunkt "Voreinstellungen"
können Anwender wesentliche Konfigurationen vornehmen,
zum Beispiel, woher ein Dokument externe Daten nachladen
darf. Für das gelegentliche Anschauen von PDF-Dokumenten
bieten sich alternative PDF-Reader an, da sie in der
Betrachtungsfunktion vom Umfang durchaus vergleichbar
sind.
Seit Version 7 unterstützt Adobe die Integration von
JavaScript. Dadurch wurde ein Einfallstor für Schadcode
geschaffen, denn der Funktionsumfang von JavaScript
im PDF ist enorm. So lassen sich der Standardaktion
"Speichern" beliebige JavaScript-Aktionen zuordnen,
auch solche, die Sicherheitslücken ausnutzen. Eine
weitere Schwachstelle von Acrobat ist das Ergebnis
der Verschmelzung von Flash und Acrobat durch die
Übernahme von Macromedia durch Acrobat. Sicherheitslücken
im Flash Player betreffen oft auch Adobe Reader sowie
Acrobat 9.x, da Flash-Komponenten dort im Lieferumfang
enthalten sind. Zusammen mit der Tatsache, dass Acrobat
laut Herstellerangaben auf über 93 Prozent aller
Computersysteme weltweit installiert ist, haben Hacker
beste Voraussetzungen. Von Januar bis April 2008 zählten
die Sicherheitsspezialisten der Firma F-Secure 128, im
gleichen Zeitraum ein Jahr später bereits 2300 verseuchte
PDF-Dokumente.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 2/2010
steht zum Download bereit.
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