Nach Twitter: Foursquare und Gowalla
Wo bist Du gerade? Lieblingslocations mitteilen

Hannover, 16. Dezember 2009 - Sie kombinieren soziale
Netze mit virtuellem Stadtführer und spielerischen
Elementen: die neuen mobilen Applikationen Foursquare
und Gowalla, die schon als Nachfolger von Twitter
gehandelt werden. Ob sich die Plattformen durchsetzen,
hängt nicht zuletzt von ihrem Vermarktungsansatz ab,
schreibt das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen
Januar-Ausgabe.
Wo bei Twitter die Frage "Was machst Du gerade?" in
140 Zeichen beantwortet werden soll, geht es bei
Foursquare und Gowalla um das "Wo bist Du gerade?"
Die 140 Zeichen reduzieren sich hier auf einen
Button-Klick ähnlich wie beim Geo-Tagging und der
Ort ist lokalisiert. Zurzeit ist Foursquare für
mehr als 100 Städte international freigeschaltet,
in Kürze soll es in allen größeren Städten verfügbar
sein.
Als Anreiz bekommen Nutzer für ihre Logins digitale
Auszeichnungen, so genannte Badges. So wird derjenige,
der einen bestimmten Ort am häufigsten besucht, Mayor
(Bürgermeister) und erhält kostenlose Getränke,
Mahlzeiten oder Dienstleistungen. Auch bei Gowalla
kann man sich an seinen Lieblingslocations - seien
es Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder Bars -
einchecken und diese seinen Freunden mitteilen.
Während man bei Foursquare Tipps zu den einzelnen
Orten hinterlassen kann, steht bei Gowalla das
Entdecken der Stadt im Vordergrund. Hinzu kommt auch
hier das Konzept des Suchens, Tauschens und Sammelns
von virtuellen Gütern, wie es beispielsweise World
of Warcraft erfolgreich vorgemacht hat. Im Vergleich
zu Foursquare ist Gowalla reduzierter im Funktionsumfang,
dadurch aber wesentlich klarer und intuitiver in der
Handhabung. Zudem weist es derzeit eine höhere Zahl
von Locations im deutschsprachigen Raum auf als
Foursquare.
Auch Twitter tritt als etablierte Größe in Konkurrenz
zu den beschriebenen Diensten. So hat der Dienst mit
der Freischaltung seiner Geolocation API einen
entscheidenden Schritt in Richtung ,Outernet' getan.
Darüber hinaus darf man Facebook nicht vergessen, das
unter anderem durch den Zukauf von FriendFeed bewiesen
hat, dass sich innovative Features und Services auch
,insourcen' lassen.
"Die weitere Entwicklung hängt nicht zuletzt davon ab,
wie Foursquare, das derzeit gemäß Expertenmeinung in
punkto Venture-Capital-Beliebtheit sowie Nutzungszahlen
klar die Nase vorn hat, die nächsten Schritte angeht",
meint Jürgen Seeger, iX-Chefredakteur. "Konzentriert
sich Foursquare zu stark auf die Erfüllung von
Businesszielen und agiert ungeschickt im ,location-based
Advertising', hat Gowalla bessere Chancen. Denn auch
diese Plattform bietet Raum für Business."
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 1/2010
steht zum Download bereit.
Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen
Sylke Wilde
Heise Medien Gruppe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 [0] 511 5352-290
Telefax: +49 [0] 511 5352-563
sylke.wilde@heise-medien.de