iX über die Einkommensentwicklung in der IT
Geringe Gehaltszuwächse trotz IT-Fachkräftemangel

Hannover, 23. Juli 2009 - Ungeachtet des vorherrschenden
Fachkräftemangels und der guten Auftragslage verzeichnen
die Einkommen der IT-Profis 2008 im Durchschnitt nur
geringe Zuwächse. Künftig sind sogar Rückschläge zu
erwarten. Das schreibt das IT-Profimagazin iX in der
aktuellen Ausgabe 8/09.
"Der Fachkräftemangel in der IT-Wirtschaft wirkt sich
auf die Gehälter kaum aus", kommentiert Tim Böger,
Geschäftsführer von PersonalMarkt, das Ergebnis der
"IT-Gehaltsstudie 2008" seines auf Vergütungsthemen
spezialisierten Beratungsunternehmens. Ein Plus von
gerade einmal einem Prozent gegenüber 2007 wurde hier
für die Gehälter von IT-Experten ermittelt. Viele
Beschäftigte hätten keine oder nur geringe Gehaltserhöhungen
erhalten, heißt es auch bei der IG Metall, die die
ITK-Entgeltanalyse zur CeBIT im März vorstellte.
Nach Einschätzung der Gewerkschaft haben die meisten der
im Schlussquartal 2008 untersuchten Jobgruppen nicht von
der wirtschaftlich guten Lage der ITK-Branche im letzten
Jahr profitiert. In Unternehmen ohne Tarifbindung soll es
zum Teil sogar seit Jahren keine Entgelterhöhungen gegeben
haben. Stabilisiert haben sich hingegen die Einkommen der
"einfachen" Mitarbeiter im Rechenzentrum. Die unteren
Jobbereiche zeigten durchgehend einen positiven Verlauf
der Entgelte mit einem Plus bis zu 7 Prozent. So beläuft
sich das Einstiegsjahresgehalt eines 25-jährigen
Softwareentwicklers laut PersonalMarkt auf durchschnittlich
40 800 Euro brutto. Während eine Führungskraft im Jahr im
Durchschnitt 110 000 Euro verdient, erhält eine IT-Fachkraft
etwa 64 000 Euro.
Neben Alter und Berufserfahrung beeinflusst vor allem die
Branche die Gehaltshöhe. Ein IT-Leiter im Logistik-Segment
mit knapp 98 000 Euro Bruttojahressalär konnte 2008 nur
neidvoll auf seinen Kollegen in der Bankenwelt schauen,
der über 30 000 Euro mehr erhielt. Nach wie vor gibt es
beim Gehaltsgefüge ein Ost-West-Gefälle. Während in
Düsseldorf, Dortmund und Frankfurt deutlich über dem
Bundesdurchschnitt gezahlt wird, verdienen IT-Profis in
ostdeutschen Kleinstädten bis zu 25 Prozent unter dem
Durchschnitt. Allgemein liegen die Gehälter der IT-Fach-
und Führungskräfte in Ostdeutschland nur bei 80 Prozent
der durchschnittlich in Deutschland gezahlten Bezüge.
Auch variable Einkommensbestandteile gewinnen weiter an
Bedeutung, sie sind aber auch für Rückgänge verantwortlich.
So lässt die aktuelle Wirtschaftskrise Zuwächse trotz
voller Auftragsbücher schrumpfen.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 08/2009
steht zum Download bereit.
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