IT-Profimagazin iX über Passwortsicherheit
WLANs knacken mit der Grafikkarte

Hannover, 26. März 2009 - Eine neue Software kann mit
der Rechenleistung mehrerer Grafikkarten auch die
bislang für sicher gehaltenen WPA-Passwörter für WLANs
in kurzer Zeit knacken. Grund zur Sorge besteht
dennoch nicht: Wer starke Zugangscodes wählt und
Passwörter aus dem Wörterbuch meidet, hat zumindest
zurzeit noch nicht allzu viel zu befürchten, schreibt
das IT-Profimagazin iX in der aktuellen Ausgabe 4/09.
Die aktuellen hoch gezüchteten Grafikprozessoren (GPUs)
sind besonders effizient darin, immer gleiche
Rechenoperationen auf großen Datenmengen auszuführen
und werden gern zur Beschleunigung wissenschaftlicher
Simulationen benutzt. Diese Rechenleistung kommt aber
auch modernen Passwort-Crackern zugute. iX setzte die
Software "Wireless Security Auditor" von ElcomSoft ein,
um die zur Authentifizierung benötigten WPA-Passwörter
in kabellosen Netzen zu testen. Das Ergebnis: Unter
Zuhilfenahme der Rechenpower von leistungsfähigen
Grafikkarten beschleunigten sich die Berechnungen um
den Faktor 20 pro Grafikkarte.
"Durch den Einsatz von Grafikprozessoren (GPUs) als
Rechenknechte ist die Rekonstruktionszeit schwacher
Passwörter von mehreren Wochen auf einige Stunden
gesunken - so drastisch sind GPUs in Sachen Rechenleistung
den CPUs überlegen", erläutert iX-Redakteurin Ute Roos
und empfiehlt ein Passwort von mindestens 20 Zeichen,
das aus Klein- und Großbuchstaben sowie Zahlen und
Sonderzeichen besteht. Das gelte vor allem für kabellose
Netzwerke, da es für einen Kriminellen hier besonders
einfach sei, die zum Angriff benötigten Daten mitzuschneiden.
"Lässt sich das eigene Passwort nicht auf einen Begriff
aus einem Wörterbuch zurückführen, greift ElcomSofts
Methode nicht", so Ute Roos.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 04/2009
steht zum Download bereit.
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