Klassische Firewall schützt nicht die Webanwendungen
Schwachstellen in Webapplikationen finden

Hannover, 23. Juli 2008 - Klassische Netzwerk-Firewalls
bieten keinen Schutz bei Angriffen auf der
Anwendungsebene. Wer seine Webanwendungen auf
Sicherheitslücken überprüfen will, sollte sogenannte
Applikationsscanner einsetzen, rät das IT-Profimagazin
iX in der aktuellen Ausgabe 8/08. Zwar ersetzen diese
Hilfsmittel nicht die abschließende manuelle
Überprüfung, einfache Schwachstellen finden sie
jedoch äußerst effizient.
Die Nutzung von Webanwendungen ist heutzutage für
Unternehmen wie Privatpersonen eine
Selbstverständlichkeit - was ihre Attraktivität für
Hacker enorm erhöht. Der Diebstahl von Kreditkarten- und
anderen vertraulichen Informationen zum Beispiel
über Cross-Site Scripting, einer Manipulation des
Browsers, ist ein rentables Geschäft. Da die Angriffe
auf der Anwendungsebene, also innerhalb zugelassener
Protokolle, stattfinden, können klassische
Netzwerk-Firewalls die Webanwendungen nicht schützen.
Dieser Gefahr, auch als "Port-80-Problem" bekannt,
kann man mit sogenannten Webapplikations-Firewalls (WAF)
begegnen. Sie analysieren auf der Anwendungsebene
sowohl die eingehenden Anfragepakete an den
Webserverdienst, als auch dessen ausgehende Antworten.
Auf die Art sollen sie sicherstellen, dass keine
bösartigen Anfragen an den Dienst gelangen und er
keine vertraulichen Daten zurückliefert. Im Unterschied
zu "normalen" Schwachstellenscannern suchen die
Applikationsscannern nach individuellen Lücken einzelner
Webanwendungen. Sie setzen eine Ebene höher an
und durchforsten nicht das Betriebssystem und die
Dienste, sondern die statischen und dynamischen Inhalte.
Allerdings können diese Hilfsmittel nicht die manuelle
Überprüfung durch einen Sicherheitsexperten ersetzen.
Vor allem wenn es um komplexe Schwachstellen geht,
sind den automatisierten Werkzeugen Grenzen gesetzt.
Auch Logikfehler, die meist aufgrund fehlender
Plausibilitätsprüfung entstehen, können nicht
aufgedeckt werden.
Auf welches Produkt letztendlich die Wahl fällt,
hängt in der Praxis oftmals nicht alleine vom
reinen Scan-Ergebnis ab, sondern auch davon, wie sich
der Scanner in bestehende Umgebungen und organisatorische
Prozesse einbinden lässt.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 8/2008
steht zum Download bereit.
Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen
Sylke Wilde
Heise Medien Gruppe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 [0] 511 5352-290
Telefax: +49 [0] 511 5352-563
sylke.wilde@heise-medien.de