Mobile Tagging setzt sich immer mehr durch
2D-Barcode: Der mobile Link ins Internet

Hannover, 19. Februar 2008 - Internetinhalte zu jeder
Zeit und an jedem Ort anbieten und abrufen können:
Trotz fehlender Standards für Codes und Lesegeräte
kommt das sogenannte Mobile Tagging mit 2D-Barcodes
auch in Deutschland immer mehr zum Einsatz, schreibt
das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Ausgabe 3/08.
Als Briefmarkenersatz dürfte sie jeder schon gesehen
haben: 2D-Barcodes, die deutlich mehr Informationen
transportieren können als ihre eindimensionalen Pendants,
die herkömmlichen Strichcodes. Insbesondere im
Logistikbereich und in der Werbung können auf diese
Weise Zusatzinformationen, Direktdownloads oder Webseiten
mit den wichtigsten Unternehmensdaten direkt an den
Kunden weitergeleitet werden.
Zum Auslesen der Daten benötigt man einen Barcode-Reader
auf einem Foto-Handy. Wird der 2D-Barcode fotografiert,
bekommt man direkt die entschlüsselte Information angezeigt.
Handelt es sich dabei um eine URL, kann man die Seite über
eine mobile Internetverbindung laden.
Sowohl bei den Barcodes als auch bei den Lesegeräten gibt
es derzeit viele konkurrierende Lösungen am Markt. Der
bekannteste 2D-Barcode in Deutschland ist der Aztec-Code,
den zum Beispiel die Deutsche Bahn für ihre Onlinetickets
nutzt. Ähnlich geartet ist der QR-Code, der in Asien am
weitesten verbreitet und in Deutschland stark im Kommen
ist, besonders hinsichtlich der Zahl der unterstützenden
Reader und erster öffentlichkeitswirksamer Einsätze. Aber
auch proprietäre Lösungen wie der BeeTagg bieten interessante
Ansätze und in einigen Aspekten Vorteile. Nicht zu vergessen:
Die Open-Source-Lösung Zxing, hinter der mit der Open Handset
Alliance, eine Gruppe von mehr als 30 namhaften TK-Unternehmen
steckt und bei der nicht zuletzt auch das Schwergewicht
Google mitmischt.
"Um den 2D-Barcodes zum vielerorts prognostizierten Durchbruch
zu verhelfen, sind noch einige Hindernisse aus dem Weg zu
räumen", erläutert iX-Chefredakteur Jürgen Seeger. Neben
"Kleinbaustellen" wie der Optimierung der Reader in
Funktionsweise, Erkennungsgenauigkeit und Performance, der
Einigung im Markt auf einen Code-Standard und der
Vorinstallation von Barcode-Readern auf mobilen Endgeräten
sei es entscheidend, dass jeder Einzelne den Umgang mit
2D-Barcodes versteht und den Mehrwert einer solchen
"Erweiterung der Realität" sinnvoll für sich zu nutzen weiß.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 3/2008
steht zum Download bereit.
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