iX: Vorsorgemaßnahmen im Mailverkehr
E-Mail ohne Spam

Hannover, den 14. Dezember 2007 - Eine sorgfältig
gewählte Mail-Adresse hilft, den Spam-Anteil zu
verringern. Wer statt des eigenen Namens selten
genutzte Zeichen als Adressbestandteil verwendet,
reduziert die unerwünschte Post, schreibt das
IT-Profimagazin iX in der Ausgabe 1/08.
Simple Adressen, die zum Beispiel aus Vorname
und Nachname bestehen, sind durch Wörterbuchattacken
leicht auszumachende Ziele für Spammer. Auch
Wunschadressen à la willy@gmx.com gehören zu
den ersten Anlaufstellen von Versendern von
Werbebotschaften. Darüber hinaus muss man sich
bei solchen Adressen darüber im Klaren sein, dass
es nicht nur schnell zu Verwechslungen kommen
kann, sondern dass diese Adresse meist schon
Vorbesitzer hatten und somit eine "Spam-Geschichte"
haben. Mailadressen, die auf den ersten Blick
etwas kryptisch anmuten wie "nachnavo" statt
"vorname.nachname" sind zwar schwerer zu merken,
dafür können sie aber nicht so einfach von
Spammern erfasst werden.
Auch die Verschleierung der Adresse durch
HTML-Umkodierungen wirkt gegen unerwünschte Post.
Kleine Javascript-Programme, die die korrekte
E-Mail-Adresse überhaupt erst im Webbrowser
entstehen lassen, helfen ebenfalls. Damit lassen
sich zumindest simplere Adress-Sammel-Programme,
so genannte Harvester, austricksen, schreibt
das IT-Profimagazin. Ein Hilfsmittel für solche
Umkodierungen findet sich zum Beispiel unter
www.antispam.de/?topic=encoder. Ebenfalls
Spam-minimierend wirkt es sich aus, wenn ein
Unternehmen nicht sämtliche seiner Domainnamen
für E-Mail nutzt.
Dennoch kann früher oder später jede noch so
trickreich vor Web-Harvestern und Wörterbuchangriffen
geschützte Adresse in der Datenbank eines Spammers
landen. Wer halbwegs sicher sein möchte, dass sein
PC nicht zum Teil eines Bot-Netzes wird, sollte die
üblichen Maßnahmen gegen PC-Verseuchung ergreifen.
"Keine Mail-Anhänge aus unbekannter Quelle öffnen,
keine Software zweifelhafter Herkunft installieren
und einen aktuellen Malware-Scanner einsetzen. Und
wenn der PC nur während der Arbeitszeit und nicht
rund um die Uhr läuft, spart das nicht nur 75 Prozent
der Energie, sondern mindert auch mögliche
Verseuchungsfolgen", rät der Spam-Experte Bert Ungerer.
Bei nicht bestellten Werbemails oder Newslettern hilft
meist schon eine Beschwerde beim jeweiligen Webmaster.
Zeigt das keine Wirkung, empfiehlt der iX-Redakteur
Kontakt mit dem eco-Verband aufzunehmen:
whitelist-complaints@eco.de.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 1/2008
steht zum Download bereit.
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Sylke Wilde
Heise Medien Gruppe
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