iX-Magazin über das Identity-Management 2.0
Online-Identität sicher verwalten

Hannover, den 14. September 2007 - In Zukunft werden
allgemeingültige IDs Benutzernamen und Passwort
weitgehend ersetzen. Identity-Provider erlauben das
gezielte Weitergeben persönlicher Informationen, und
spezielle Software hilft bei der Verwaltung der
digitalen Identitäten. Ob dadurch die Privatsphäre
des Einzelnen besser geschützt wird, ist jedoch fraglich,
schreibt das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen
Ausgabe 10/07.
Egal ob man bei Amazon oder Ebay stöbert oder die
aktuellen Heimatnachrichten lesen will: Websurfer
müssen sich ständig irgendwo registrieren und persönliche
Daten preisgeben. Um nicht komplett die Übersicht
zu verlieren, verwenden viele User ein- und dasselbe
Passwort. Dadurch müssen sie sich zwar weniger merken,
verlieren aber an Sicherheit. Neben einem erhöhten
Risiko wegen der mehrfachen Verwendung von Passwörtern
bietet diese Form der Authentifizierung viele
Angriffsmöglichkeiten wie Phishing oder
Man-In-The-Middle-Angriffe. Außer solchen kriminellen
Akten drohen dem Anwender andere Gefahren. Denn je
häufiger er sich im Netz aufhält, desto mehr Spuren
hinterlässt er.
Eine neue Generation von Sicherheitssoftware soll den
Nutzern mehr Kontrolle über ihre Online-Identität geben.
Zu den vier wichtigsten Anforderungen der sogenannten
Identity-Management-Systeme zählen: Die Unterstützung
beim Registrieren und Authentifizieren mit dem Ziel einer
einfachen Handhabung und Reduzierung der Passwörter bis
zur einmaligen Anmeldung. Desweiteren sollen sie mehr
Sicherheit beim Verwenden von Internetdiensten und dem
Verhindern bekannter Angriffe bieten. Drittens sollen
sie besseren Schutz der Privatsphäre gewährleisten und
darüber hinaus das gezielte Nutzen der von Dritten
verwalteten Identitätsinformationen ermöglichen.
Die iX-Redaktion hat drei Software-Lösungen unter die
Lupe genommen. Die Open-Source-Version OpenID reduziert
zwar die Benutzernamen, ändert aber nichts an
Sicherheitsrisiken wie Phishing. Das von der EU initierte
Projekt Prime (Privacy und Identity Management for Europe)
stellt den Datenschutzaspekt in den Vordergrund und bildet
alle Internetaktivitäten exakt ab. Microsofts Produkt
Cardspace vermindert zwar die Zahl der Passwörter nicht,
verbessert aber den Umgang mit ihnen.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 10/2007
steht zum Download bereit.
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