Viele Notebooks nicht ideal für Linux
Mobile Pinguine, die selten stolpern

Hannover, 16. Juli 2006 - Während das Betriebssystem
Linux auf Desktop-PCs längst zum Alltag gehört, führt
es bei Notebooks noch immer ein Schattendasein. Wer
kein Profi ist und ein Notebook mit dem Pinguin-System
möchte, sollte zu einem Gerät mit vorinstalliertem System
greifen, rät das IT-Profimagazin iX in der aktuellen
Ausgabe 9/2006.
Mit den Prozessoren, Mainboards oder Festplatten in
handelsüblichen Notebooks kommt Linux in der Regel
ohne Probleme zurecht. Die Akkukontrolle funktioniert
meist reibungslos, auch die Helligkeitsregelung des
Displays klappt bei neueren Geräten recht gut. Ebenso
lassen sich Bluetooth und Fingerabdrucksensoren per
Linux-Treiber ansprechen.
"Schwieriger wird es bei der Treiberausstattung für
bestimmte Extras wie etwa WLAN oder 3D-Grafik", erläutert
iX-Redakteur André von Raison. Außerdem klappt es mit
dem Powermanagement nicht immer, das über verschiedene
Mechanismen den Stromverbrauch so gering wie möglich
halten soll. Am wenigsten Schwierigkeiten bereiten
deshalb Notebooks, auf denen Linux von vornherein
installiert und entsprechend der Hardware angepasst
ist. Außerdem können die Käufer dann mit Support
durch den Hersteller rechnen.
Gut geschlagen hat sich Linux auf einem äußerst
günstigen Notebook für 499 Euro, das bereits mit
Betriebssystem ausgeliefert wird. Das Innenleben
ist zwar recht bescheiden, aber ausreichend. Obwohl
nur 256 MByte Hauptspeicher im Lieferumfang enthalten
sind, kann man mit Linux vernünftig darauf arbeiten,
denn das System braucht weniger Hardwareleistung
als etwa Windows XP. Das spart nicht nur Strom,
sondern auch Geld. (avr)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 9/2006
steht zum Download bereit.
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