iX: Bequemer Datentransfer mit Nebenwirkungen
Risikofaktor mobile Datenträger

Hannover, 18. Januar 2006 - Wenn Benutzer via USB-Stick
unkontrolliert Daten mit dem Firmennetz austauschen können,
sind alle sonstigen Investitionen zur IT-Sicherheit
vergebens, schreibt das IT-Profimagazin iX in seiner
aktuellen Ausgabe 2/06. Spezielle Software und die
Sensibilisierung der Mitarbeiter helfen.
Mobiles Gerät einstöpseln und loslegen - die Bequemlichkeit
des einen ist der Alptraum des anderen. Mit Hilfe eines
kleinen USB-Speichersticks ist es heute möglich, teure
Investitionen in die Netzwerksicherheit einfach zu umgehen.
Die Bordmittel der Betriebssysteme bieten nur rudimentären
Zugriffsschutz - dem Administrator bleibt nur die Installation
spezieller Software.
Gefährlich sind außer mobilen Datenspeichern
alle transportablen Geräte, über die ein direkter Datentransfer
erfolgen kann und die einfach an einem PC angeschlossen sind
und durch das Betriebssystem eingebunden werden. Ein Beispiel
dafür sind durch Anwender eingerichtete WLANs via Access
Points oder WLAN-PCMCIA-Karten, die direkten Zugang zum internen
Netzwerk ermöglichen.
Dieser im Prinzip nützliche und erwünschte Datentransfer hat leider
Nebenwirkungen: etwa das Einschleusen von Viren oder
Trojanern ins Firmennetz. Die Gefahr muss nicht einmal von
unzufriedenen oder kriminellen Mitarbeitern ausgehen. Auch fahrlässig
handelnde Personen mit unzureichendem Sicherheitsbewusstsein sind eine
Bedrohung, da sich Heimcomputer in der Regel nicht unter der
Kontrolle der internen IT-Abteilung befinden. Ihr Status
hinsichtlich Patch-Level, Virenschutz oder Spyware ist
daher ungewiss. Und in vielen Organisationen ist es
gang und gäbe, dass Mitarbeiter vertrauliche Dokumente
zu Hause bearbeiten und anschließend wieder auf dem Firmen-PC
speichern.
Software, die den Zugriff auf Schnittstellen und
deren angebundene Geräte kontrolliert, bietet einen guten
Basisschutz. In den meisten Fällen handelt es sich um
schlanke und preiswerte Lösungen, die das Risiko des
Datendiebstahls sowie der Einschleusung von Malware
durch die Eingrenzung eines legitimierten Benutzerkreises,
der Endsysteme und der mobilen Geräte deutlich reduzieren.
"Allerdings bieten Produkte, die sich auf den Zugriffsschutz
beschränken, keinen wirksamen Schutz der Datensicherheit
im Fall des Verlusts eines Datenträgers", erläutert
iX-Redakteurin Ute Roos und empfiehlt eine Kombination aus
Zugriffsschutz und Verschlüsselung. "Darüber hinaus sollten
alle Mitarbeiter, die mit mobilen Datenträgern arbeiten,
für drohende Gefahren sensibilisiert werden." (ur)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 2/2006
steht zum Download bereit.
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