E-Mail-Desinfektion
Virenscanner bieten nur begrenzte Sicherheit

Hannover, den 17. Januar 2002 - Viren verbreiten sich
hauptsächlich durch E-Mail-Anhänge. Virenscanner,
installiert auf dem E-Mail-Server, sollen Firmen Schutz
bieten. Im Praxistest konnten die Produkte zur
Virenbekämpfung jedoch nicht überzeugen, so das
IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Ausgabe 2/2002.
Virenschutzprogramme sollen digitale Schädlinge erkennen
und isolieren, noch bevor sie den Weg ins Firmennetz finden,
So lauten die Versprechen der Hersteller, die
Antiviren-Software für E-Mail-Server anbieten.
iX nahm die 13 wichtigsten Produkte unter die Lupe
und beschickte jeden Virenscanner mit 1245 virenverseuchten
Testmails. Dabei simulierte die Redaktion das typische
Verfahren, Viren via E-Mail in Firmennetze einzuschleusen:
Durch vorheriges Komprimieren, Verpacken in Zip-Archiven
und ähnlichen oder Kombinationen von beidem waren die
Schädlinge nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen.
Als E-Mail-Server kamen MS Exchange 2000 und der Cyrus
IMAP-Server unter Linux zum Einsatz, zwei im kommerziellen
Umfeld weit verbreitete Lösungen.
Die meisten Produkte für MS Exchange wiesen gravierende
Mängel auf, nur mit einem der Testkandidaten ist das
Firmennetz halbwegs sicher. Besser sahen die Erkennungsraten
unter Linux aus, obendrein stellten sich hier kostenlose
Lösungen wie AmaVis als die effektivsten heraus. "Wer auf
Exchange nicht verzichten kann, sollte auf jeden Fall ein
Linux- oder FreeBSD-basiertes Gateway vor den Server setzen",
empfiehlt Ute Roos, Sicherheitspezialistin bei iX.
Aber auch dann sei weiterhin Vorsicht angebracht.
"Virenscanner müssen in ein umfassendes Sicherheitskonzept
eingebettet sein", so Roos weiter. Und ohne gut ausgebildete
Administratoren und problembewusste Anwender sei jeder Euro
für teure Software herausgeschmissenes Geld. (ur)
Das IT-Profimagazin iX zählt zur Pflichtlektüre des professionellen
DV-Anwenders. Die sorgfältig ausgewählte Mischung von
herstellerunabhängigen Tests, Grundlagenartikeln und
Hintergrundberichten sowie aktuellen Produktvorstellungen
vermittelt die notwendigen Informationen für den erfolgreichen
unternehmensweiten Computereinsatz.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 2/2002
steht zum Download bereit.
Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen
Sylke Wilde
Heise Medien Gruppe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 [0] 511 5352-290
Telefax: +49 [0] 511 5352-563
sylke.wilde@heise-medien.de