c't testet 17 Farbtintendrucker bis 800 Mark
Gegenüber Herstellerangaben ist Skepsis angesagt
Hannover, 17. Dezember 1999 - Glaubt man Druckerherstellern,
ist fast jeder Tintenstrahler gleichermaßen für
Textausgabe, Geschäftsgrafiken und sogar für 'besseren'
Fotodruck geeignet. Doch die Versprechungen auf der
Verpackung spiegeln nicht immer die Realität wider, stellte
das Computermagazin c't bei einem Test in seiner aktuellen
Ausgabe 26/99 fest.
Die Auswahl an Farbtintendruckern wächst stetig und wird
immer unübersichtlicher. Vier Unternehmen teilen sich den
Löwenanteil des Tintendruckermarktes mit einer Vielzahl an
unterschiedlichen Modellen und Typenbezeichnungen. Um in
jeder Preisklasse mitspielen zu können, variieren Druckerfabrikanten
die Produkte ihrer Modellklassen in kleinsten Nuancen.
17 Farbtintenstrahler zwischen 200 und 800 Mark traten bei c't
an und wurden unter anderem auf Druckqualität, -tempo und
Preis/Leistungsverhältnis geprüft. In der Realität bleibt von
optimistischen Angaben zur Seitenleistung pro Minute wenig
übrig. Kein Kandidat erreichte auf dem Prüfstand auch nur
annähernd das im Prospekt versprochene Drucktempo. Bei
einzelnen Geräten offenbarten sich Leistungseinbußen von rund
70 Prozent gegenüber den Versprechungen der Hersteller.
Ein weiterer Schwachpunkt aller Kandidaten besteht im
Energiebedarf. Keines der getesteten Geräte stoppte die Stromzufuhr
völlig, auch wenn der Drucker per Netzschalter ausgeschaltet
wurde. Auch manches andere unerfreuliche Detail kommt erst
nach dem Kauf zu Tage: So packen manche Hersteller als
"Erstausstattung" nur halb volle Tintenpatronen in den Karton,
um den Kaufpreis niedrig halten zu können.
Die Druckergebnisse hingegen verdienen eine durchweg positive
Würdigung. Das breite Mittelfeld bringt ausnahmslos mindestens
befriedigende Resultate, wobei sich herausstellte, dass die
Hersteller mehr Aufwand für Textqualität als für Foto- und
Grafikausgabe betreiben.
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