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Rechner als digitaler Videorecorder und Schnittstudio

Videoschnitt am PC wird erschwinglich

Hannover, 18. November 1999 - Am heimischen PC Videoaufnahmen nachzubearbeiten, zusammenzuschneiden und wieder auf dem Fernseher oder Videoband auszugeben - dank DV-Format sogar verlustfrei - ist nicht mehr nur exotische Spielerei für Freaks. Für wenige hundert Mark kann man aus seinem Rechner einen Schnittplatz machen, berichtet das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe 24/99.

Die Bearbeitung von Videosignalen stellt für PCs immer noch eine große Herausforderung dar. Denn der Rechner muss zur Digitalisierung von Video in Fernsehqualität einen Datenstrom von etwa 20 MByte pro Sekunde verarbeiten. Mit Hilfe von Datenkompression kann man jedoch vollformatige Videos auf die Festplatte spielen und von dort wiedergeben.

Inzwischen gibt es Video am PC mit nur leichten Qualitätsabstrichen viel billiger als bisher. Möglich wird das durch die immens gewachsene Rechenpower der aktuellen Prozessoren in Kombination mit neuen Software-Lösungen. Programme zum Schneiden, Betiteln und Nachvertonen bis 200 Mark verzichten auf spektakuläre Effekte und erfreuen durch einfache Bedienung.

Auch für Videobearbeitung mit höherer Qualität purzeln die Preise: Profikomfort mit Echtzeiteffekten ist schon für 2000 Mark statt wie bislang für 10 000 Mark zu haben. Besondere Videokarten sind dabei nicht mehr nötig, da einige aktuelle Grafikkarten über Elektronik zur Videodigitalisierung und Videoausgabe verfügen. So wird der PC zum digitalen Videorecorder.

"Es ist erstaunlich was diese günstigen Lösungen inzwischen leisten", erklärt c't-Redakteur Dr. Jörn Loviscach, "dennoch darf man nicht zu viel erwarten. Nur wenige erreichen VHS-Qualität, geschweige denn die gestochen scharfen Bilder einer DVD." Aber auch Videobilder dieser Güte lassen sich inzwischen für wenige hundert Mark in den Rechner spielen: Schnittstellenkarten stellen dazu die Verbindung zu digitalen Camcordern her.

Ihr Ansprechpartner für Rückfragen

Dr. Jörn Loviscach (c't-Redaktion)
Telefon: 05 11/53 52-300
Fax: 05 11/53 52-417
E-Mail: jl@ct.heise.de



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