VIA hat besten Chipsatz für Intel-Prozessoren mit 133 MHz
Hersteller aus Taiwan übertrumpft Intel
Hannover, 5. November 1999 - Intel hat den Frontside-Bus
(FSB) bei den Pentium-Modellen mit 'B' im Namen auf 133 MHz
externen Takt beschleunigt, bietet aber keinen geeigneten Chipsatz
dafür, berichtet das Computermagazin c't
in seiner aktuellen Ausgabe 23/99.
Die neuen Intel-Prozessoren laufen mit über 700 MHz internem
Takt und in den nächsten Monaten soll gar die Gigahertz-Grenze
fallen. Doch die hohe Taktrate nutzt wenig, wenn der
Prozessor Daten aus dem Hauptspeicher benötigt oder an die
Grafikkarte schicken möchte. "Die Daten müssen dann nämlich
mit vergleichsweise mickrigen 100 MHz über den FSB
zum Chipsatz kriechen, um dort in den AGP- oder Speicherbus
umzusteigen", erklärt c't-Redakteur Jörg Wirtgen.
Intel bietet mittlerweile Prozessoren mit immerhin 133 MHz
externem Takt an, doch Intels eigene Chipsätze sind alle nicht
erste Wahl für die höhere Taktrate. Der erprobte 440BX unterstützt
133 MHz gar nicht, der 810E (Whitney) nur beim
Prozessor, nicht aber beim Speicher, und den eigentlich prädestinierten
820 (Camino) hat Intel wegen technischer Probleme noch nicht ausgeliefert.
So bietet der Apollo Pro 133 der taiwanischen Firma VIA derzeit
die einzige akzeptable Möglichkeit, Pentium-III-Prozessoren
mit 133 MHz-Takt adäquat zu bedienen. Die
Ergebnisse des c't-Tests von 16 Mainboards unterschiedlicher
Hersteller mit dem Chipsatz VIA Apollo Pro 133 ergaben, dass
die VIA-Boards die neuen Prozessoren im Moment am besten
zu überdies sehr günstigen Systemkosten ausreizen.
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Jörg Wirtgen - c't-Redaktion
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