IBM durchbricht Schallmauer
1000-MHz-Prozessor
Hannover, 17. Februar 1998 - Einem 15köpfigen
IBM-Forschungsteam aus Texas ist es gelungen, den ersten experimentellen
Prozessor im 1-GigaHertz-Takt zu betreiben. Der Prototyp "versteht"
grundlegende Power-PC-Befehle, hat aber eine völlig neue
Architektur.
Der CMOS-Chip enthält eine Million Transistoren und weist damit etwa den
Transistorenhaushalt eines 486-Prozessors auf. Interessant ist, daß der
superschnelle GUTS (Gigahertz Unit Test Site) von IBM in "herkömmlicher"
0,25µm-Technologie gefertigt ist. Es sind also noch deutliche Steigerungen
bei dem Umstieg auf 0,18µm und dem angekündigten Kupferprozeß zu erwarten.
Kupfer leitet Strom und Wärme deutlich besser als das bisher verwendete
Aluminium und ermöglicht kleinere und schnellere Strukturen. Mit Hilfe
dieses Kupferprozesses will IBM noch in diesem Jahr den PowerPC 750 von 275
MHz auf 500 MHz hieven.
"Bis man jedoch den 1,1 GHz "Mikrowellen-Prozessor" auf dem Markt sehen
wird, dürften noch einige Jahre vergehen" prognostiziert Andreas Stiller,
Hardware-Experte beim Computermagazin c't, "Bis dahin
wird man wohl auch den 1-GHz-Alpha-Prozessor von Digital bewundern können."
Mehr über die "Mikrowellen-Öfen" lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von c't
4/98.
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Andreas Stiller (c't-Redaktion)
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