c't: Smartphones ersetzen Navigationsgeräte
Wegweiser aus der Hosentasche

Hannover, 30. Juli 2010 - Smartphones mit großem
Touchscreen und GPS-Empfänger sind herkömmlichen
Navigationsgeräten überlegen. Sie sind in der Anschaffung
zwar deutlich teurer, bestechen aber durch ihre
Flexibilität: Mit zusätzlichen Apps lassen sich
Smartphones beliebig ausbauen, auch was die
Navi-Funktionen betrifft. Die kostenlosen Lösungen
reichen vielen Anwendern schon aus, so das Computermagazin
c't in der aktuellen Ausgabe 17/10.
Wer sich für ein Smartphone als Navigationsgerät
entscheidet, findet für alle Plattformen kostenlose
Software. "Auf Android-Smartphones empfiehlt sich
die Google Maps Navigation, zumindest solange man
einen Datentarif gebucht hat und nur in Deutschland
fährt", erläutert c't-Redakteur Achim Barczok. Die
Software überzeugt durch eine ausgezeichnete Spracheingabe
und eine übersichtliche, gut zu bedienende Oberfläche
mit großen Buttons. Karten für Europa und weitere
Zusatzfunktionen gibt es für 50 bis 90 Euro von CoPilot
Live und Navigon MobileNavigator.
Ein iPhone kann man mit der Select Telekom Edition von
Navigon zu einem passablen Navigationsgerät aufrüsten.
Die kostenlose Version bietet alle Grundfunktionen und
lässt sich bei Bedarf mit zusätzlichen Karten und
Verkehrsinfos aufstocken. Beim 3GS stört bisweilen der
etwas schwache GPS-Empfang, der vom iPhone 4 ist
wesentlich besser. "Vielfahrern empfehlen wir TomTom for
iPhone", erklärt c't-Experte Achim Barczok. Es setzt eine
Investition von 90 Euro voraus, liefert dafür aber die
beste Routenkalkulation.
Das beste Testergebnis im Bereich Fußgängernavigation
liefern Nokia-Handys mit der Software Ovi Maps. Das Navi
berechnet sinnvolle Routen und erfreut mit präzisen
Audio-Ansagen sowie zahlreichen Zusatzinformationen für
europäische Großstädte, darunter auch ein aktueller
Veranstaltungskalender inklusive Konzert- und Kinoinfos.
Auch ein Smartphone sollte beim Navigieren übrigens fest
im Auto verankert sein. Ansonsten kann die Bedienung bei
laufendem Motor zu einem Bußgeld führen.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 17/2010
steht zum Download bereit.
Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Ein Radiobeitrag zu diesem Thema sowie
O-Töne von c't-Redakteur Axel Kossel sind unter
05 11/2 79 15 60 beim c't-Hörfunk-Service abrufbar.
Unter www.radioservice.de steht das Angebot für
akkreditierte Hörfunkredakteure auch im MP3-Format
zum Download bereit.
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Anja Reupke
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