Software erzeugt die Räumlichkeit
2D-Videos in 3D abspielen

Hannover, 26. Februar 2010 - Mit einer Software kann
man erstaunlich gute 3D-Videos in Echtzeit aus 2D-Material
erzeugen. Ein einfaches Skript hilft dabei, typische
Probleme des Verfahrens zu minimieren, berichtet das
Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 6/10.
Mit einem einfachen Skript lassen sich 2D-Filme
überraschend gut um eine dritte Dimension ergänzen.
"Damit kann man fast nach Belieben seine eigene
DVD-Sammlung in 3D anschauen", erklärt c't-Redakteur
Dr. Volker Zota. Voraussetzung ist ein leistungsstarker
Rechner mit mindestens zwei Prozessorkernen. Zum Anschauen
benötigt man einen 3D-Beamer oder -Monitor, 3D-Fernseher
kommen noch im Frühjahr auf den Markt. Die besten Resultate
erzielt man dann mit einer Shutterbrille. Auf herkömmlichen
Monitoren kann man sich die 3D-Videos immerhin mit einer
Rot-Grün-Brille anschauen.
Diese einfache Methode überrascht, gelten gewandelte
3D-Bilder doch eher als qualitativ minderwertig.
Speziell bei Standbildern treten häufig Probleme auf,
auch Kopfschmerzen nach einem Film sind keine Seltenheit.
"Beides wird durch unser Skript stark vermindert",
verspricht c't-Experte Dr. Volker Zota. "Allerdings hängt
der Erfolg auch vom Bildmaterial ab. Schwebende Kameras,
die eine Situation langsam umkreisen, unterstützen die
Umwandlung - wackelige Kameraführung sorgt für Übelkeit."
An den 3D-Eindruck von Filmen wie "Avatar" kommen so
"3Disierte" Videos freilich nicht heran, dennoch muss
man keine Stereokameras verwenden: Der Regisseur Tim
Burton hat seinen Film "Alice im Wunderland" in 2D
aufgenommen und im Nachhinein mit professioneller
Software und manueller Nacharbeit aufwendig in 3D
gewandelt, weil er dieses Verfahren für leistungsfähiger
hält als die direkte Aufnahme mit Stereokameras.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 6/2010
steht zum Download bereit.
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