E-Book-Lesegeräte im c't-Test
Die Bibliothek in der Tasche

Hannover, 20. November 2009 - E-Book-Reader sind
handlich und eignen sich für die Lektüre längerer
Texte besser als jeder PC und jedes Handy. Die
speziellen Displays stellen elektronische Bücher
gestochen scharf und augenfreundlich dar und
die Akkus halten mehrere Wochen, schreibt das
Computermagazin c't in der Ausgabe 25/09.
Es gibt in Deutschland rund ein Dutzend verschiedener
E-Book-Modelle im Taschenbuch-Format, mit denen man
elektronische Bücher lesen kann. Die Displays benötigen
nur beim Umblättern Strom, weshalb man die Technik
auch als "elektronisches Papier" bezeichnet. Auch ohne
aktive Beleuchtung sehen Texte gestochen scharf aus,
weil die Displays aus kleineren und daher mehr Bildpunkten
zusammengesetzt sind als bei Notebook- und Handydisplays.
Von den vielen verschiedenen Formaten, in denen E-Books
angeboten werden, ist das quelloffene Epub am weitesten
verbreitet. Das Angebot an deutschsprachigem digitalem
Lesestoff im Epub-Format ist mit mehreren tausend
E-Books recht groß, aber noch lange nicht umfassend.
Im Format Mobipocket gibt es vorwiegend Klassiker
und ausgefallene Belletristik, englischsprachig auch
Bestseller. Die größte Auswahl an elektronischen
Beststellern gibt es aber bei Amazon - allerdings
fast nur auf Englisch und ausschließlich in einem
speziellen Format.
Der Kindle von Amazon hat im c't-Test vor allem mit einer
einfachen Bedienung überzeugt. "Dank der integrierten
Funktechnik UMTS braucht man gar keinen PC, sondern
kauft die Bücher einfach online. Und die Menüs sind
ganz auf das Lesen ausgerichtet", berichtet c't-Redakteur
Achim Barzcok. Allerdings kann das Gerät im Gegensatz
zum restlichen Testfeld keine Bücher im Epub-Format
anzeigen. Ähnlich wie der kompakte Cybook Opus ist es
aber auffallend schnell beim Umblättern. Der Hanvon N518
besitzt eine besonders gute Handschrifterkennung für die
Eingabe von Notizen, der Sony Reader lässt sich nicht nur
mit einigen Tasten, sondern zusätzlich mit den Fingern
direkt auf dem Display bedienen, schwächelt aber bei der
Displayqualität. Der Digital Reader kostet mit 700 Euro
mehr als doppelt so viel wie die Konkurrenz, zeigt dafür
aber als einziges Gerät auch PDFs leserlich an. Einen
ordentlichen Musikplayer findet man bei Iriver Story,
der außerdem auch Office-Dokumente aufs Display bringt.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 25/2009
steht zum Download bereit.
Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Ein Radiobeitrag zu diesem Thema sowie O-Töne von
c't-Redakteur Achim Barczok sind unter 05 11/2 79 15 60
beim c't-Hörfunk-Service abrufbar. Unter www.radioservice.de
steht das Angebot für akkreditierte Hörfunkredakteure
auch im MP3-Format zum Download bereit.
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