c't über Tücken der Handy-Synchronisation
Handys und PCs zum Gespräch bitten

Hannover, 14. November 2005 - Adressen und Termine ins
Handy einzutippen ist Strafarbeit. Viel bequemer ist es,
die Kontaktdaten vom PC aus auf das Handy zu übertragen.
Der Teufel steckt allerdings im Detail. Im schlimmsten
Fall verliert der Anwender beim Synchronisieren einen
Teil seiner Daten, so das Computermagazin
c't in der aktuellen Ausgabe 24/05.
Persönliche Daten wie Adressen oder Termine lassen sich
mit einem PIM-Programm bequem am PC bearbeiten und pflegen,
um sie dann regelmäßig mit dem Handy abzugleichen. Die
PC-Software als kostenfreie Dreingabe zum Handy übernimmt
die Synchronisation mit dem Rechner. Doch stimmen die
Eingabemöglichkeiten der PC-Adressverwaltung oft nicht
mit denen des Handys überein. So arbeiten die meisten
Programme mit Outlook von Microsoft zusammen, das etwa
in den Kontakten viele verschiedene Eingabefelder bietet,
während die Handys weitaus weniger zur Verfügung stellen.
Da es sich bei der Synchronisation um einen gegenseiten
Abgleich handelt, können zum Beispiel Teile von im PC
gespeicherten Notizen schlicht verloren gehen, weil das
Handy den Text ab einer bestimmten Zeichenanzahl abschneidet.
Störend ist auch, wenn das Handy nur ein Feld für Vor- und
Zunamen hat und die Namen nach einem Abgleich mit dem PC
nur nach Vornamen sortieren kann. In anderen Fällen kommt
die Synchronisation gar nicht erst zustande oder benötigt
sehr viel Zeit. "Es sind viele kleine Probleme, die den
Anwender auf der Suche nach einer Lösung zur Verzweiflung
bringen können", erläutert c't-Redakteur Rudolf Opitz. Die
erste Hilfe ist aber ganz banal: Am besten man schaut auf
die Webseite des Herstellers, ob nicht eine aktuelle Version
der Software vorliegt. Außerdem sollte man bei drahtloser
Übertragung unbedingt die Treiber und Hardware installieren,
bevor die Synchronisations-Software auf der Festplatte landet.
Am bequemsten lässt sich eine PIM-Synchronisation per Funk,
also mit Bluetooth bewerkstelligen, das Handy bleibt einfach
in der Jackentasche. Bei einer Übertragung per Infrarot
müssen Handy und Gegenstelle genau positioniert werden,
ganz klassisch geht es auch mit einem Kabel.
Wer besonders umfangreiche Funktionen nutzen möchte, viel
Speicherplatz benötigt und das nötige Kleingeld hat, greift
besser gleich zum PDA-ähnlichen Smartphone statt zum simplen
Handy. Mit eigenem Betriebssystem, das dieselbe Sprache wie
ein PC spricht, fällt der Datenabgleich besonders leicht. (rop)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 24/2005
steht zum Download bereit.
Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Ein Radiobeitrag zu diesem Thema sowie O-Töne von
c't-Redakteur Rudi Opitz sind unter 05 11/2 79 15 60
beim c't-Hörfunk-Service abrufbar. Unter www.radioservice.de
steht das Angebot für akkreditierte Hörfunkredakteure auch
im MP3-Format zum Download bereit.
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