c't hat über 100 Grafikkarten getestet
Grafikleistung optimal dosiert

Hannover, 17. Oktober 2005 - Das neue Computerspiel
holpert? Videos ruckeln? Google Earth verlangt mehr
Grafikspeicher? Eine neue Grafikkarte muss her. Ein
paar Grundregeln sollte beherzigen, wer aus dem aktuellen
Angebot von über 100 Karten das persönliche Optimum in
Preis und Leistung finden will, so das Computermagazin
c't in der aktuellen Ausgabe 22/05.
Wer Grafikkarten für unkomplizierte Einheitsware hält
und sich ein beliebiges Päckchen aus dem Regal fischt,
geht das Risiko ein, dass die Karte gar nicht in den
PC-Steckplatz oder zum Anschluss des Monitors passt.
Nur die 15-polige VGA-Buchse etwa erlaubt den Anschluss
aller gängigen analogen Monitore, also gleichermaßen
Röhrengeräte wie die meisten LCDs. Wenn sich das
heimische Flachdisplay auch digital über die DVI-Schnittstelle
ansteuern lässt, dann sollte die Grafikkarte ebenfalls eine
solche mitbringen - darüber gibt es stets das beste Bild.
TV-Out ist der Videoanschluss für den Fernseher, ViVo
steht für einen zusätzlichen Videoeingang, über den man
Videos einspielen und digitalisieren kann. Die Hauptplatine
im PC entscheidet mit dem Steckplatz für die Grafikkarte
darüber, ob man eine Karte mit dem älteren AGP-Anschluss
oder mit dem neueren PCI-Express-Anschluss kaufen muss.
Die Darstellung von Büroanwendungen schaffen eigentlich
alle im Handel erhältlichen Grafikkarten in passablem
Tempo und hinreichend scharf bei heute gebräuchlichen
Auflösungen. Wer auch damit spielen will, sollte noch
auf weitere Daten achten. Bedeutend sind die Bit-Angaben,
die die Breite des Speicherbusses beschreiben und zwischen
64 und 256 Bit betragen. Die Speichergröße schwankt in
der Regel zwischen 64 und 256 Megabyte - für beides gilt,
je höher die Angabe, desto mehr leistet die Grafikkarte
bei Computerspielen. Natürlich sollte sie auch einen
leistungsfähigen 3D-Chip tragen - c't hat die Leistung
70 verschiedener Grafikchips, die derzeit auf Grafikkarten
im Handel sind, gemessen.
"Sind die Ansprüche bei Computerspielen nicht zu hoch, reicht
eine Karte, die mit Grafikchips der Vorgängergenerationen
bestückt ist. Derzeit sind noch Varianten im Handel, deren
technisches Design ein bis zwei Jahre alt ist", erläutert
c't-Redakteur Laurenz Weiner. "Die liegen bei 150 bis 200
Euro; 300 oder gar 500 Euro teure Topmodelle lohnen sich
nur für echte Spiele-Fans, denn bei anderen Anwendungen
lässt sich der Qualitätsunterschied kaum feststellen.
Überdies produzieren etliche der Hochleistungskarten
eine ganze Menge Lüfterlärm. Wer daher nur einen Büro-PC
ausstaffieren will, tut sich mit übertrieben viel
Grafikleistung "als Investition in die Zukunft" nicht
unbedingt einen Gefallen." (law)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 22/2005
steht zum Download bereit.
Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Ein Radiobeitrag zu diesem Thema sowie O-Töne von
c't-Redakteur Laurenz Weiner sind unter 05 11/2 79 15 60
beim c't-Hörfunk-Service abrufbar. Unter www.radioservice.de
steht das Angebot für akkreditierte Hörfunkredakteure auch
im MP3-Format zum Download bereit.
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