c't: Brennen ohne Datenschrott
DVD-Rohlinge: Keine Frage des Preises

Hannover, 24. Juni 2005 - Günstige DVD-Rohlinge aus
dem Supermarkt können ebenso gute Ergebnisse liefern
wie teure Markenprodukte. DVD-Rohlinge müssen in erster
Linie zum Brenner passen, und da überzeugen auch manche
No-Name-Produkte, so das Computermagazin
c't in der aktuellen Ausgabe 14/05.
Beim Videofilm auf der DVD fehlen die letzten 20 Minuten,
die Scheibe mit den Urlaubsfotos will sich nicht abspielen
lassen, und das Festplatten-Backup ist nichts wert,
weil die DVD als Datenträger versagt hat. "Wer keinen
Datenschrott produzieren will, sollte immer auf die
richtigen Rohlinge und die Brenngeschwindigkeit achten",
empfiehlt c't-Redakteur Hartmut Gieselmann.
Allgemein hat sich die Qualität der DVD-Rohlinge in
den vergangenen Monaten verbessert. Neben Produkten der
Markenhersteller konnten im c't-Test auch preisgünstige
Scheiben aus taiwanischer oder indischer Fertigung
überzeugen, die in den Regalen der Supermärkte stehen.
Ab 60 Cent bekommt man bereits gute Qualität, teurer
sind vor allem aufwendige Einzelverpackungen und Rohlinge
für eine höhere Brenngeschwindigkeit.
Hinter den Handelsnamen stecken vielfach unterschiedliche
Fabrikate, was die Auswahl des richtigen Rohlings erschwert.
Besonders negativ aufgefallen sind chinesische Produkte,
die falsche Kennungen japanischer Marken führen, ohne
die Qualität der Originale zu erreichen. "Die Scheiben
Made in Japan, Taiwan oder Indien bieten deshalb mehr
Sicherheit beim Kauf als die Rohlinge aus China und Macao",
so der c't-Experte.
Denn Brennfehler entstehen nicht nur durch mangelnde
Qualität der Rohlinge - oft liegt es auch am Brenner,
der sich auf die Rohlingssorte nicht richtig einstellt.
Durch Updates sollte man die Brennrezepte in der Firmware
des Laufwerks immer auf aktuellem Stand halten. Die
häufigste Ursache für fehlerhafte DVDs ist eine zu hohe
Brenngeschwindigkeit. Im Test erreichten Brennermodelle
von Pioneer und NEC mit aktueller Firmware eine sehr hohe
Medienkompatibilität, während ein Modell von Philips
häufig zu schnell arbeitete. Fehlbrände lassen sich oft
dadurch vermeiden, dass man die Geschwindigkeit im
Brennprogramm herabsetzt.
Besitzer von 4X-Brennern haben es zunehmend schwer,
die richtigen Rohlinge zu finden, weil die Hersteller längst
auf die nächsten Generationen setzen. Die größte Auswahl
besteht derzeit bei den 8X-Rohlingen. Wer die teureren
16X-Rohlinge kauft, gewinnt beim Brennen lediglich einen
Zeitvorteil von zwei bis drei Minuten, weil die höchste
Brenngeschwindigkeit nur in einem kleinen Bereich der
Scheibe verwendet werden kann. (hag)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 14/2005
steht zum Download bereit.
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