Anti-Spyware auf dem c't-Prüfstand
Mehr Sicherheit erfordert Handarbeit

Hannover, 2. Mai 2005 - So genannte Spyware aus dem
Internet nistet sich vom Nutzer unbemerkt auf dem Rechner
ein und spioniert heimlich im Hintergrund. Programme zur
Erkennung und Vernichtung dieser Schädlinge gibt es, den
vollkommenen Schutz garantieren sie aber nicht. Wer sicher
gehen will, sollte noch einmal selbst auf Spurensuche gehen,
so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 10/05.
Wenn sich das Aufkommen unerwünschter E-Mails mit
Werbebotschaften erhöht und beim Surfen auf unterschiedlichen
Seiten immer wieder Werbebanner auftauchen, die ähnliche
Produkte anpreisen, ist in den meisten Fällen Spyware
dafür verantwortlich: Kleine Programmme, die im Hintergrund
fleißig Informationen über den PC-Benutzer sammeln. "Diese
Spione tragen zusammen, welche Webseiten ich besuche,
vielleicht auch auf welche Werbebanner ich klicke, und
schlimmstenfalls merken sie sich auch, was ich in
Bildschirmmasken eingegeben habe", erklärt c't-Redakteur
Peter Schüler. Die Eingabe der Bankverbindung oder anderer
persönlicher Daten kann somit weit reichende Folgen haben,
wenn sich Spyware auf dem Rechner befindet.
Der PC ist diesen Spionen allerdings nicht hilflos
ausgeliefert. Verschiedene Programme versprechen, den
Computer zu schützen und von Spyware zu bereinigen.
Sieben kostenlose und kostenpflichtige Produkte hat c't
genauer unter die Lupe genommen, wobei sich herausstellte,
dass kein Testkandidat auch nur 90 Prozent der auf dem
Test-Computer aufgespielten Schädlinge entdeckte. Die
meisten Programme lagen sogar weit unter dieser Quote.
Folglich bietet auch Anti-Spyware keinen vollkommenen
Schutz vor Spionage, und wenn der Benutzer mehr Sicherheit
wünscht, kommt er kaum umhin, selbst nach dem Rechten zu
schauen. "Daher sollte ein gutes Produkt neben der Erkennung
möglichst viele Informationen zu der potenziellen Spyware
liefern", meint c't-Experte Peter Schüler. Im Zweifelsfall
kann der Anwender dann nämlich selbst entscheiden, ob er ein
Programm auf der Festplatte lässt oder zur Sicherheit doch
lieber entfernt. (hps)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 10/2005
steht zum Download bereit.
Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Ein Radiobeitrag zu diesem Thema sowie O-Töne von
c't-Redakteur Peter Schüler sind unter 05 11/2 79 15 60
beim c't-Hörfunk-Service abrufbar. Unter www.radioservice.de
steht das Angebot für akkreditierte Hörfunkredakteure auch
im MP3-Format zum Download bereit.
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Anja Reupke
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