c't: Direkter Zugang zu fernen Rechnern
Die PC-Fernsteuerung

Hannover, 29. April 2005 - Die grafische Oberfläche
eines Rechners am anderen Ende der Welt lässt sich
ganz so bedienen, als stünde er neben dem Schreibtisch.
Bordmittel der Betriebssysteme oder kostenlose Software
reichen aus, den eigenen PC vom Notebook aus im
Gartenstuhl zu bedienen oder einem anderen Computernutzer
bei technischen Problemen zu helfen, so das Computermagazin
c't in der aktuellen Ausgabe 10/05.
Es gibt viele Gründe, weshalb ein Experte und ein zickender
PC nicht zueinander kommen: Der Chef versucht erfolglos
von daheim zu arbeiten und sein Admin sitzt im Büro. Oder
der Schwiegervater will sein problembehaftetes Notebook
weder mit der Post verschicken noch die hilfsbereite
Schwiegertochter zur Anreise einladen. "Wenn beide Parteien
Windows XP einsetzen und die Internet-Verbindung noch
funktioniert, heißt die eleganteste Lösung Remoteunterstützung",
erläutert c't-Redakteur Johannes Endres. Da kann der
Schwiegervater direkt an seinem Rechner beobachten, wie
sein PC von einem anderen Ort ferngesteuert wird. Auch ein
unbeobachteter XP-PC lässt sich mit einem Bordmittel
fernsteuern: mit dem Remote Desktop. Wer einen Apple-Rechner
sein eigen nennt, kann eine vergleichbare Fernsteuerungstechnik
nutzen.
Die kostenlose Open-Source-Software VNC gilt als Veteran
unter den Programmen zur Fernsteuerung von PCs, sie läuft
auf fast jedem Betriebssystem. Sogar PDAs und Smartphones
verbinden sich dank VNC über das Internet mit dem heimischen
PC. Kleiner Nachteil: Die Universalfernsteuerung fühlt
sich langsamer an, auch der fehlende Dateitransfer gilt als
Schwäche. Unter den Begriffen "Remote Access" und "Remote
Control" existieren außerdem eine Unmenge an mehr oder
weniger teuren Programmen, Geräten und Diensten, die
weitere pfiffige Lösungen für die Fernsteuerung von
PCs anbieten.
Allerdings ist es Energieverschwendung, den privaten
Rechner nur dafür unter Strom zu halten, dass man fern
der Heimat mal eben ein paar Daten von seinem PC benötigt.
Die Industrie bietet dafür über das Netz schaltbare
Steckerleisten an, die jedoch mehrere hundert Euro kosten.
c't zeigt, wie man für wenig Geld ein Gerät basteln kann,
das eine Steckdose per Telefonanruf schaltet, wenn man
die Arbeit mit dem Lötkolben beherrscht. (je)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 10/2005
steht zum Download bereit.
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