c't: Mit kostenloser Software günstig telefonieren
Wenn der PC zum Telefon mutiert

Hannover, 7. März 2005 - Ein Computer lässt sich mit
wenigen Handgriffen und einer Internet-Verbindung
Telefon-tauglich machen. Nutzer von Voice-over-IP-Software
sind mit ihrem Laptop nicht nur zu Hause, sondern auch
unterwegs unter derselben Nummer erreichbar, sofern
das Gerät online ist. Dabei eignet sich kostenlose
VoIP-Software hervorragend, um die Technik auszutesten,
so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 6/05.
VoIP-Kunde zu werden ist denkbar einfach: Man meldet
sich im Internet bei einem Anbieter an, erhält Benutzernamen,
Passwort und Konfigurationsinformationen, richtet ein Programm
auf dem PC ein und kann loslegen. Innerhalb des Netzes sind
die Gespräche in der Regel kostenlos, bezahlen muss man
nur für den Datentransfer. Während in der Anfangszeit von
Voice over IP die Pioniere dieser Technik vollständig auf
Kontakte von PC zu PC via Internet festgelegt waren, ist
heute auch die Vermittlung in Fest- und Mobilnetze möglich.
Will man Gespräche in die klassischen Telefonnetze führen,
muss man einen Vertrag mit einem Anbieter abschließen
und dafür Verbindungsgebühren zahlen, die etwa in der
Höhe von Minutenpreisen von Call-by-Call-Anbietern liegen.
Einige Provider wie etwa Freenet, GMX und web.de bieten
eigene Programme an, die einfach einzurichten, aber nur
für ihre eigenen Dienste nutzbar sind. Als unabhängige
Alternative kann man etwa zu Firefly greifen. X-Lite und
SJphone sind für Nutzer interessant, die hohe Anforderungen
stellen, gleichzeitig aber auch nichts gegen eine aufwendige
Konfiguration haben.
Sämtliche Software-Clients im c't-Test haben sich als
tauglich erwiesen. Da man aber für jedes Telefonat den
PC starten muss, eignen sie sich nur für gelegentliche
Gespräche und zum Ausprobieren der Internet-Telefonie. Wer
ganz auf VoIP umsteigen will, wird um einen Hardwarekauf
auf Dauer nicht herumkommen. Die einfachsten Lösungen sind
speziell VoIP-Telefone, die einfach mit dem Internet-Anschluss
verbunden werden. Als Alternative bieten sich Adapterlösungen
an, bei denen man sein bisheriges Telefon sogar behalten kann.
Neue Pauschaltarife der Anbieter machen die Internet-Telefonie
auch für Vieltelefonierer, die oft Teilnehmer im Festnetz
anrufen müssen, immer attraktiver. (uma)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 6/2005
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