c't-Umfrage zu Notebook-Reparaturen
Service-Problemfall Notebook

Hannover, 10. Januar 2005 - Viele Notebook-Produzenten
sparen beim Service, an den der Kunde beim Kauf meist
noch nicht denkt. Im Reparaturfall gibt es dann manchmal
ein böses Erwachen. Einige Hersteller punkten allerdings
auch mit lobenswerten Service, berichtet das Computermagazin
c't in der aktuellen Ausgabe 2/04.
Die kompakte Bauweise von Notebooks mit Spezialkomponenten
hat zur Folge, dass Ersatzteile teuer sind und nur geschickte
Bastler selbst Hand bei einer Reparatur anlegen können.
Innerhalb der Garantiezeit sollte man das ohnehin Hersteller
oder Händler überlassen - um die Garantie nicht zu verwirken.
Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer, die ein Gerät
reparieren ließen, waren zufrieden oder sehr zufrieden
mit dem Reparaturservice der Hersteller. Dabei bekamen
Asus und IBM von den c't-Lesern die besten Noten. Die
Unzufriedenen berichteten hingegen von Fehlern, die gar
nicht repariert wurden oder innerhalb von vier Wochen
wieder auftraten. Viele erhielten ihre Geräte mit Defekten
vom Service zurück, die vor der Reparatur gar nicht
existierten. Die Mängel reichen von schief eingebauten
Displays über falsche Mainboards, nicht reagierende
Tasten bis zu verstummten Lautsprechern.
Einen Defekt sollte man umgehend reklamieren und möglichst
genau dabei beschreiben. Auf jeden Fall sollte man vor
dem Versand seine persönlichen Daten auf einem externen
Speicher sichern und sie samt Passwörtern vom Notebook
löschen, rät c't.
Auch wenn viele Reparaturen in die Garantiezeit fallen,
entstehen den Kunden Kosten durch Telefonate und Versand.
Wirklich teuer kann eine Reparatur nach Ende der
Garantiezeit kommen. Sie übersteigt dann oftmals den
Zeitwert des gealterten Mobilrechners. Als Alternative zum
Herstellerservice bieten sich unabhängige Reparaturwerkstätten
an. Sie rechnen für gewöhnlich nach Aufwand ab, was häufig
preisgünstiger ist, als die bei Herstellern beliebten
Pauschalen. Der Austausch einer Festplatte kann bei einem
Hersteller etwa bis zu 522 Euro kosten, wogegen die
unabhängigen Werkstätten typischerweise zwischen 100 und
180 Euro berechnen. Im Gegensatz zu manchem Hersteller
tauschen sie auch nicht das komplette Display aus, wenn
nur das Scharnier defekt ist. (jwe)
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 2/2005
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