24 Digitalkameras von 180 bis 850 Mark im c't-Test
Billigst-Digitalkameras sind nicht zu empfehlen

Hannover, 18. Dezember 2000 - Digitalkameras um
200 Mark sind nicht zu empfehlen, so das Ergebnis
eines aktuellen Tests des Computermagazins c't in
Ausgabe 26/2000. Es lohnt sich, beim Kauf einer
Digitalkamera mindestens das Doppelte auszugeben,
denn Billigst-Geräte taugen höchstens für
illustrierte Internet-Grüße.
Multi-Megapixel-Kameras können schon mal ein
ganzes Monatsgehalt kosten - nicht gerade wenig,
wenn man nur zu Geburtstagen oder zum Weihnachtsfest
den Fotoapparat herausholt. Andererseits laden
zahlreiche attraktive Angebote mit Einstiegspreisen
von 180 bis 850 Mark und gegen null tendierenden
Folgekosten zum Herum-Experimentieren mit digitaler
Fotografie ein.
Im c't-Test zeigte sich jedoch, dass verschiedene
Faktoren in wechselnder Gewichtung dem unbeschwerten
Fotospaß entgegen stehen: zu geringe Auflösung,
zum Teil unstimmige Farben und Kontraste, das meist
fehlende Zoom, zu wenig Speicher oder nur dürftige
Einstellmöglichkeiten. Für 450 Mark erhält man
schließlich schon einen sehr anständigen
Spiegelreflex-Body oder eine fast luxuriöse
Sucherkamera, während die Bildqualität genauso
teurer Digitalkameras zu wünschen übrig lässt.
Dennoch gibt es einige Modelle, die selbst Profis
nicht mehr als Spielzeug abtun würden. Die Fuji
Finepix 1400 beispielsweise lässt kaum ein
Ausstattungsmerkmal vermissen und ist mit einem
Straßenpreis von unter 700 Mark derzeit ein sehr
gutes Angebot. Als 1,3-Megapixel-Schnäppchen mit
allerdings recht magerer Ausstattung darf die
Umax AstraCam 1800 für 399 DM gelten. Die hochauflösende
Olympus C-860L wäre auch eine Empfehlung wert, kostet
aber mit 849 Mark mehr als das Doppelte. In der
1-Megapixel-Klasse fiel die Kodak DC215 für 699 Mark
positiv aus dem Rahmen.
"Wenn es nicht unbedingt auf die Mark ankommt, tun
Sie sich den Gefallen und leisten Sie sich wenigstens
eine Ein-Megapixel-Kamera," rät c't-Redakteur
Carsten Meyer allen Hobby-Digitalfotografen.
"Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass selbst
Kurzsichtige den 9x13-Fotoausdruck als unscharf
entlarven."
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 26/2000
steht zum Download bereit.
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