Die PC-Schnäppchen kommen nach Weihnachten
c't rechnet im neuen Jahr mit günstigen Angeboten
Hannover, 8. Dezember 2000 - Schleppende PC-Verkäufe
in der Vorweihnachtszeit und volle Lager lassen
in den kommenden Wochen attraktive Sonderangebote
erwarten, meldet das Computermagazin c't.
Die erfolgsverwöhnte PC-Branche wird derzeit von
Gewinn- und Umsatzwarnungen erschüttert. Sogar
Branchenprimus Intel bildet da keine Ausnahme.
Aus den USA sind Zahlen bekannt geworden, wonach
die Händler auf unerwartet hohen Beständen sitzen:
Statt eines optimalen Polsters von Rechnern für
gut vier Wochen sind es im Durchschnitt 7,4 Wochen,
bei Compaq 10,5, bei Apple Computer sogar 11. In
Europa dürfte es kaum anders sein. Ein weiterer
Indikator sind die Preise für PC-Speicher: Einen
so drastischen Preisverfall wie in diesem Jahr
hat es vor Weihnachten noch nie gegeben.
Hersteller und Händler haben nun ein Problem,
denn sie müssen ihre Lagerbestände an Desktop-PCs
loswerden, bevor bald neue Hardware kommt. Nächstes
Jahr wird der Pentium 4 im PC-Geschäft eine
Hauptrolle spielen, neben neuen Athlon-Rechnern
mit schnellerer Speichertechnik. Außerdem stehen
neue Low-Cost-Systeme in Aussicht. Auch Apple
plant neue Produkte; erste Ankündigungen werden
im Januar erwartet.
Apple gewährt schon jetzt erhebliche Rabatte, um
den Verkauf anzukurbeln, und hat weitere Preissenkungen
in Aussicht gestellt. Andere Hersteller weisen
das noch weit von sich und hoffen offenbar, bis
Weihnachten noch das eine oder andere Geschäft
machen zu können. Doch auch sie werden nicht umhin
kommen, ihre Lager zu räumen. Es lohnt sich also,
mit der Anschaffung eines Computers noch zu warten.
"Nach Weihnachten dürften sich auf dem PC-Markt
Schnäppchenpreise finden, wie wir sie lange nicht
mehr gesehen haben," so c't-Redakteur Peter Monnerjahn.
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