Sieben automatische Volltextübersetzer im c't-Test
Inhaltsangabe ja - Geschäftsbrief nein

Hannover, 20. Oktober 2000 - Um den Inhalt einer
E-Mail oder einer Webseite in einer unbekannten
Sprache zu erfassen, taugen automatische
Übersetzungsprogramme durchaus. Perfekte Übersetzungen
darf man jedoch nicht erwarten, berichtet das
Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe
22/2000.
In Werbetexten für automatische Volltextübersetzer
werden mitunter wahre Wunderdinge versprochen:
"Einfache", "schnelle" und gar "hervorragende"
Übersetzungen verheißen die Hersteller solcher
Programme. Leider mangelt es Computern aber an
jeglichem sozialen Hintergrund, sie 'verstehen'
nichts, sondern arbeiten nur vorgegebene Routinen
ab. Deshalb macht keines der Programme den
menschlichen Übersetzer überflüssig.
Wer hofft, dass ein Programm die druckreife
Übersetzung eines Handbuchs produzieren kann,
wird enttäuscht sein. Überlässt man dem PC
allein das Feld, sind nicht selten abstruse
Textfragmente das Ergebnis einer Übersetzung.
Für eine sinnvolle Übersetzung muss man fast
jeden Text vorbereiten. Lange Wurmsätze zum
Beispiel mutieren mit Übersetzungsprogrammen
zu ebenso langen, aber meistens komplett
unverständlichen Wurmsätzen. Komplizierte
Satzstellungen, Umgangssprache oder stark
verkürzte Formulierungen gilt es ebenso zu
vermeiden.
Wenn man nur einen Überblick über den Inhalt
bekommen möchte und keine zu hohen Erwartungen
an die grammatikalische Form hat, sind die
Ergebnisse auch eines Programmes für 100 Mark
durchaus brauchbar. Für Übersetzungen, die
beispielsweise als Geschäftsbrief gedacht
sind, benötigt man eher ein Programm für 500
oder 600 Mark, kommt aber um eine Nachbearbeitung
des Textes nicht herum.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 22/2000
steht zum Download bereit.
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