c't-Test: Es ist mühsam, aber es geht
Preiswerte Tintenfarbdrucker unter Linux
Hannover, 6. Oktober 2000 - Mit den geeigneten Treibern
und Tools - die die Druckerhersteller aber nicht selbst
liefern - können Linux-Anwender selbst mit preiswerten
Tintendruckern ansehnliche Schriftstücke und Grafiken
zu Papier bringen. Zu diesem Ergebnis kommt das
Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe 21/00.
Beim Drucken ist das PC-Unix eher auf den Server-Einsatz
ausgelegt - wer einen teuren, PostScript-fähigen Drucker
anschafft, hat keine Probleme. Wer jedoch einen preiswerten
Farbtintendrucker unter Linux benutzen will, ist erst einmal
ratlos, denn Linux-Treiber dafür sind Mangelware - die
Druckerhersteller legen erst gar keine bei.
Auch die Suche nach Treibern, die die Open-Source-Gemeinde
für solche Drucker schreibt, gestaltet sich mühsam und der
Einsatz dieser Treiber ist meist frustrierend. Im Regelfall
findet man nur Treiber für ältere Druckermodelle oder nur
für einen aus einer Druckerfamilie. Das heißt, nur selten
sind alle Drucker-Fähigkeiten nutzbar, und oft genug muss
man verschiedene Treiber für verschiedene Aufgaben benutzen:
Einer eignet sich besonders gut für Textdokumente, ein anderer
besser für Logos, und nur selten bringt einer anspruchsvollen
Fotodruck zu Papier, wie er unter Windows gang und gäbe ist.
Mit Text hatten die sieben getesteten Drucker wenig Mühe.
Schwieriger wurde es schon beim Ausdruck von Fonts und Logos
in Graustufen. Fotodruck gelang mit den untersuchten Treibern
nur mit einem Drucker gut, mit zwei weiteren immerhin noch
befriedigend.
Obwohl die c't-Redaktion eine Menge Varianten für gängige Drucker
getestet und die besten Kombinationen tabelliert hat, wird
vielen Linux-Anwendern ausgiebiges Forschen und Probieren für
optimale Ausdrucke nicht erspart bleiben. Aber grundsätzlich
ist festzuhalten: Es geht.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen c't-Ausgabe 21/2000 steht zum
Download bereit.
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