c't-Test: All-in-One-Notebooks bis 6000 Mark
Mobile Alleskönner mit kurzem Atem
Hannover, 7. September 2000 - Mit üppiger Ausstattung
und vielen Erweiterungsmöglichkeiten wollen die
Mobilrechner der oberen Mittelklasse Desktop-PCs
überflüssig machen. Ganz gelingt es ihnen jedoch
nicht, ermittelte das Computermagazin c't in seiner
aktuellen Ausgabe 19/2000. Im Mobilbetrieb enttäuscht
vor allem die schwache Akkuleistung.
Die Ansprüche an die All-in-One-Notebooks sind hoch.
In ihrer Zwitterfunktion als PC-Ersatz und
Reisebegleiter sollen sie kontrastreiche Bilder
liefern, hohe Rechenleistung mitbringen, und über
alle Anschlüsse und Erweiterungsmöglichkeiten
wie die heimischen PCs verfügen. Gleichzeitig
sollen sie aber für den mobilen Einsatz auch kompakt,
robust und nicht zu schwer sein sowie im Akkubetrieb
möglichst lange durchhalten.
Sieben Geräte in der Preisklasse bis 6000 Mark mit
hochauflösendem Bildschirm und DVD-Laufwerk standen
bei c't jetzt auf dem Prüfstand. In punkto
Speicherplatz und Rechenleistung müssen sich die
Mobilrechner nicht verstecken. Ganz im Gegenteil:
Einige Modelle verfügen bereits über mehr
Rechenleistung als mancher Billig-PC. Hohe
Temperaturen, laute Lüfter und kurze Akkulaufzeiten
sind jedoch unerfreuliche Begleiterscheinungen
von so viel Power.
Die Kapazität der Akkus ist ein großer Schwachpunkt
bei fast allen Testteilnehmern. Lediglich zwischen
2 und 2,6 Stunden sind sie im Schnitt betriebsbereit.
Im Umgang mit CD, CD/R und CD/RW gibt es hingegen
bei allen DVD-Laufwerken keine Probleme. Richtiges
Kinovergnügen bieten nur zwei der getesteten Geräte.
Bei den anderen störten ruckelnde Bilder oder gar
Komplettabstürze.
Dem heimischen PC am nächsten kommt das gut
konfigurierte Dell Inspirion 5000. Besonders
wegen seiner Grafikleistung und seines modularen
Laufwerks ragt es aus dem Reigen der mobilen
Alleskönner heraus. Legt man besonderen Wert
auf wenig Gewicht und viel Laufzeit, dann hat
das Asus L7 300 G klar die Nase vorn. Das 2,9 kg
leichte Gerät hält mit rund vier Stunden den
Laufzeitrekord im Testfeld.
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Georg Schnurer (c't-Redaktion)
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