Festplattenkapazität explodiert
Das "Zuviel-Plattenplatz-Problem"
Hannover, 27. Juli 2000 - Festplatten verfügen
heute über Kapazitäten, die vor zehn Jahren
nicht einmal in Großrechneranlagen zu finden
waren. Die Sicherung der auf Riesenfestplatten
lagernden Datenmassen kann allerdings zu einem
Problem werden, berichtet das Computermagazin
c't in seiner aktuellen Ausgabe 16/2000.
Technischer Fortschritt und Preisverfall bei
Festplatten vollziehen eine geradezu atemberaubende
Entwicklung. Laufwerke mit über 70 Gigabyte sind
heute im Angebot jedes Händlers zu finden,
Festplatten mit 40 Gigabyte Speicherplatz gibt
es schon ab 500 Mark. Selbst der Umgang mit
riesigen Dateien aus der 3D-, Audio- und
Videobearbeitung wird so zum gern und vielfach
praktizierten Vergnügen.
Die Festspeichermassen stellen PC-Benutzer bei
Datenverwaltung und -sicherung jedoch vor Probleme,
denn die Möglichkeiten für Backups sind nicht
entsprechend mitgewachsen. Neben dem klassischen
Bandlaufwerk kommen als Backup-Medien Wechselplatten
aller Art und auch beschreibbare CD-ROMs in
Betracht. Für ein komfortables Komplett-Backup
einer 40-Gigabyte-Platte benötigt man jedoch
60 CD-ROMs. Immerhin kann man aber meist schon
auf nur einer CD die wichtigsten Arbeitsdateien
sichern.
Neben der Anschaffung für gesonderte Laufwerke,
sollte man die Preise für das "Verbrauchsmaterial",
also für die Speichermedien, mit in die Kalkulation
einbeziehen. Am preisgünstigsten ist für Privatanwender
derzeit die Datenspeicherung auf CD-RW, lediglich
noch unterboten von der nur einmal beschreibbaren
CD-R.
Bei 300 000 Dateien in 20 000 Verzeichnissen wird
es auch zunehmend schwieriger, überhaupt den
Überblick zu behalten. Tools zur kontinuierlichen
Datenpflege und -sicherung können Anwendern dabei
helfen. Für Performance und Datensicherung verspricht
die geschickte Aufteilung großer Festplatten in
Partitionen Vorteile, denn kleinere Laufwerke
lassen sich naturgemäß schneller defragmentieren,
sichern und wieder herstellen.
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Harald Bögeholz (c't-Redaktion)
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