c't testet Erreichbarkeit von Webservern nach Software
NT-Server öfter "down" als Unix-Server
Hannover, 6. April 2000 -- Web-Server unter Unix erwiesen
sich in einem Test als fünfmal besser erreichbar als solche
unter Windows NT, berichtet das Computermagazin c't in
seiner aktuellen Ausgabe 8/00.
c't überprüfte in einem breit angelegten Test 32 Tage lang alle
zehn Minuten die Erreichbarkeit von über 100 der
meistbesuchten deutschen Web-Server und zählte Häufigkeit und Dauer der
Ausfälle. Auf allen Unix-Systemen kam der Web-Server
Apache zum Einsatz. Die NT-Server nutzten Microsofts Internet
Information Server (IIS). Windows 2000, der Nachfolger von
Windows NT, wird noch zu selten eingesetzt, um gesicherte
Aussagen zu ermöglichen.
Bei der Auswertung der Ausfallzeiten pro Betriebssystem
schnitten die NT-Server deutlich schlechter ab als ihre
Konkurrenten aus dem Unix-Lager. Sie waren im Schnitt während der
Dauer des Tests knapp 15 Stunden nicht erreichbar, also etwa
1,9 Prozent der Zeit. Vor allem das Wochenende schlägt sich bei
NT in deutlich erhöhten Ausfallzeiten nieder. Offensichtlich
erfordern Web-Server unter NT eine intensivere Betreuung
durch Administratoren. Systeme mit dem frei erhältlichen
Betriebssystem Linux waren im Durchschnitt vier Stunden und
damit 0,5 Prozent der Zeit nicht zu erreichen. Noch etwas besser
schnitten die Server mit Suns kommerziellem Unix Solaris ab,
die mit lediglich 2,5 Stunden nur etwa 0,3 Prozent der Testzeit
nicht online waren.
Stabilität ist eines der wichtigsten Bewertungskriterien für
Web-Server, denn die Verfügbarkeit hat ganz entscheidenden Einfluss
auf die Beliebtheit des Angebots. Schnell wandern Surfer zu
besser erreichbaren Alternativen ab. "Wer mit seinem Angebot
im Internet Geld verdienen möchte, braucht schon gute Gründe,
etwas anderes als Unix-Server mit Apache einzusetzen", fasst
c't-Redakteur Jürgen Schmidt die Ergebnisse der Untersuchung
zusammen.
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